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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Begriff und. Erfahrung. 
245 
gründe, wie die mathematischen Verhältnisse bedeuten. Das 
Gewirr der Empfindungen kann nicht unmittelbar zum Objekt 
der Forschung werden: erst in seiner gedanklichen Verarbeitung, 
in einer Auflösung der festen Dinge in mathematische Funktionen 
und Prozesse entsteht die Frage, mit der die Wissenschaft beginnt. 
So klar und eindeutig allerdings, wie dieses Ergebnis sich 
uns darstellt, wenn wir uns die mathematische Naturwissen- 
schaft in ihrer vollendeten Gestalt vergegenwärtigen, vermag es 
in ihren Anfängen nicht sogleich hervorzutreten. Mannigfache 
andersartige Einflüsse, die ihren Ursprung in der besonderen 
geschichtlichen Problemlage der Zeit und im Verhältnis zur 
wissenschaftlichen Tradition haben, wirken mit, um die ein- 
fachen Züge des Bildes zu komplizieren und umzugestalten. Zu- 
nächst findet sich das Denken nicht mehr, wie bei Platon, 
der Natur selber gegenüber: was es vorfindet, ist ein festes und 
fertiges Begriffssystem, das den Anspruch erhebt, in seinen 
Grenzen jede künftige Beobachtung im Voraus zu enthalten und 
zu umschliessen. Gegen diese Herrschaft des scholastischen Be- 
griffs wird der Sinn und die Wahrnehmung angerufen. An der 
Erfahrung erst vermag das Denken zum Bewusstsein und Ver- 
ständnis seiner selbst zu gelangen; an ihr erst vermag es sich 
seiner prinzipiellen Aufgabe und ihrer Unerschöpflichkeit zu 
versichern. An dieser echten, sich selber stetig erneuernden Wirk- 
lichkeit gemessen, sinken die ontologischen Begriffe zu blossen 
„Namen“ herab. Von allen Seiten her, von der Skepsis, wie der 
Naturphilosophie, vom Humanismus, wie der mathematischen 
Physik, ertönt dieselbe Forderung: von den Worten zu den Sachen, 
von der Verknüpfung der Syllogismen zu den Zusammenhängen 
der Natur zurückzukehren. Aller Wert und alle Verantwortung 
des Wissens wird somit auf die Empfindung als den ursprüng- 
lichsten und untrüglichsten Zeugen übertragen. Aber eben in 
der Feststellung des Empfindungsinhaltes selbst, in der Sicherung 
und Abgrenzung der Beobachtungen. entdeckt das Denken nun- 
mehr seine neue methodische Kraft und Leistung. Und so wird 
es, nachdem der Kampf entschieden ist, klar, dass das Losungs- 
wort der Parteien die wahre Bedeutung des Problems nicht völlig 
ausmisst und erschöpft. Für das Recht der Wahrnehmung wurde 
gestritten: aber das Ergebnis ist zugleich eine neue Auffassung und
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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