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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

258 Die Entstehung der exakten Wissenschaft. — Kehpler, 
vegt.%) Denn in der Freude am Rhythmus und Zusammenklang ist 
der Geist nur scheinbar passiv: in Wahrheit entfaltet er auch hier 
eine selbständige Bewegung und Tätigkeit. Die Erhöhung und 
Anregung seines Wesens, die er empfindet, ist im Grunde sein 
eigenes Werk, zu dem er indes nicht durch bewusste Absicht, 
sondern durch einen natürlichen „Instinkt“ geführt wird.) 
Diese Auffassung des ästhetischen Eindrucks ist für die 
philosophische Gesamtanschauung Keplers von grundlegender Be- 
deutung geworden: denn hier liegen bereits die allgemeinen Mo- 
tive und Keime für die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung 
überhaupt. Aeusserlich zwar erscheint Keplers Lehre an diesem 
Punkte noch als getreues Abbild der traditionellen Ansicht: die 
Kenntnis der Dinge wird durch sinnliche „Spezies“ vermittelt, die 
in den Geist eindringen. Immer handelt es sich hierbei um einen 
direkten physischen Einfluss, um eine kausale Wechselwirkung 
zwischen dem „Inneren“ und „Aeusseren“, wobei sich die ein- 
zelnen Sinne nur nach der Rolle und Mitwirkung des Mediums 
von einander unterscheiden. Aus Goethes Geschichte der Farben- 
lehre sind „die kühnen, seltsamen Ausdrücke“ bekannt, in denen 
Kepler das Wesen der Farbe zu beschreiben sucht: „color est lux 
in potentia, lux sepulta in pellucidi materia, si Jam extra visionem 
zonsideretur; et diversi gradus in dispositione materiae, causa 
raritatis et densitatis, seu pellucidi et tenebrarum efficiunt diseri- 
mina colorum“. Diese Erklärung ist noch völlig in der Aristo- 
telischen Definition des Lichtes als der „Energie des Durchsich- 
tigen“ und in der scholastischen Auffassung vom Gegensatz des 
Lichtes zur absoluten Dunkelheit der Materie befangen. Eine ex- 
akte physikalische Vorstellungsart ist nicht erreicht: das Licht 
bleibt eine immaterielle Wesenheit, der wir nur im übertragenen 
Sinne örtliche Bewegung zusprechen können, da sie sich in Wahr- 
heit zeitlos ausbreitet und fortsetzt.°) Und wie hier, so gilt jede 
Sinneswahrnehmung überhaupt durch „Ausflüsse“ von den Objek- 
ten her bedingt und bezeichnet daher lediglich einen empfangenden 
und leidenden Zustand des empfindenden Organs. 34) 
Wenn indes der Stoff der Wahrnehmung und somit die 
erste Grundlage für jede Vergleichung sinnlicher Vorstellungen 
von aussen gegeben werden muss, So ist doch die Verhältnis- 
setzung selbst, so ist die Harmonie, die wir zwischen verschie-
	        

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Die Angestellten in Der Wirtschaft. Freier Volksverl., 1928.
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