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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

268 Die Entstehung der exakten Wissenschaft. — Keßler. 
Himmelskörper, somit die blossen Accidentien geschaffener Dinge 
zu beschreiben, vermag nach ihm an die Metaphysik der ewigen 
und unvergänglichen Substanzen nicht heranzureichen. Wieder 
deckt Kepler den tiefsten Unterschied der Denkrichtungen auf, 
wenn er betont, dass sein Gegner darauf ausgehe, die inneren 
Tätigkeitsweisen der Naturwesen zu verstehen und in Klassen 
zu ordnen, während er sich begnüge, die äusseren, durch die Er- 
f{ahrung selbst gegebenen Bewegungen zu betrachten. „Ich er- 
f[asse, wie Du sagst, die Wirklichkeit am Schwanze, aber ich 
halte sie in der Hand; Du magst immerhin suchen, ihr Haupt 
zu ergreifen, wenn es nur nicht bloss im Traume geschieht. Ich 
bin mit den Wirkungen, d. h. mit den Bewegungen der Planeten 
zufrieden; kannst Du dagegen in ihren Ursachen selber so durch- 
sichtige harmonische Verhältnisse finden, als ich sie in den Um- 
läufen gefunden habe, so ist es billig, dass ich Dir zu dieser Ent- 
deckung und mir zu ihrem Verständnis Glück wünsche, sobald 
ich nur einmal imstande bin, sie zu verstehen‘.#) 
Derselbe typische Denkgegensatz, der uns früher bei Leo- 
nardo da Vinci und Fracastoro begegnete, tritt uns hier von 
neuem in grösserer Energie und Klarheit entgegen. Und diese 
Wiederkehr ist nicht zufällig, sondern weist auf einen fundamen- 
ialen Widerstreit in der Geschichte des Denkens zurück. Es ist 
in der Tat nicht nur die Mystik, gegen die Kepler hier anzu- 
kämpfen hat: es ist die gesamte Aristotelisch-scholastische Welt- 
ansicht der substantiellen Formen, die damit gleichzeitig getroffen 
wird, Kepler selbst sieht seinen Unterschied von Aristoteles darin, 
dass dieser, da er über die Geometrie hinaus nach einer höheren 
und allgemeineren Wissenschaft strebte, von einem ersten for- 
mal-logischen Gegensatze, dem der Identität und Verschieden- 
heit seinen Ausgang genommen habe. Ihm dagegen sei alle Ver- 
schiedenheit in der Materie gegründet: wo immer aber von Ma- 
terie die Rede sei, da beginne auch die unumschränkte Herr- 
schaft der Geometrie. Während es daher zwischen den Glie- 
dern des Aristotelischen Gegensatzpaares kein Mittleres gibt, sei es 
das Auszeichnende der mathematischen Beirachtungsweise, dass 
sie eine derartige Vermittlung und einen stetigen Uebergang 
zwischen den Elementen zulässt und fordert: der „Einheit“ tritt 
nicht die nackte „Andersheit“, sondern in einer doppelten Unter-
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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