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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Die Bewegung als Objekt der reinen Mathematik. 305 
ist Galilei daher innerlich unverständlich: er weiss und spricht 
es aus, dass mit ihm der Begriff und das Gesamtgebiet seiner 
Forschung zur Chimäre wird. Die Natur bedeutet nichts anderes 
als ein Bereich und einen Inbegriff von Folgen, die streng not- 
wendig und eindeutig aus einander hervorgehen: besässe man 
doch sonst kein Mittel, sie von einer erdichteten Fabelwelt zu 
unterscheiden. !!8) Alle blossen Wahrscheinlichkeitsschlüsse, wie 
sie in der Rhetorik oder Jurisprudenz am Platze sein mögen, 
widersprechen daher der Forderung und dem Ideal der Physik: 
der Induktion ist hier von Anfang an das Ziel gesetzt, die deduk- 
tive und demonstrative Ableitung der Folgerungen aus der 
Voraussetzung zu ermöglichen und vorzubereiten.119) Für Ari- 
stoteles, dem in der Einzelsubstanz das wahrhaft Wirkliche ge- 
geben ist, mochte die Sorge um die Beziehungen und Verknüpf- 
ungen, die diese nachträglich eingeht, zurücktreten; — für Galilei 
würde mit der Notwendigkeit der Verknüpfung das Fundament 
und das wahre xpötzpov A dos Selbst hinfällig. Die „spezifisch 
Physikalische“ Methode, deren die Peripatetiker sich rühmen, die 
Ableitung der Erscheinungen aus qualitativen Gegensätzen, setzt 
in der Tat an die Stelle wissenschaftlicher Bestimmtheit eine unend- 
liche Vieldeutigkeit möglicher Erklärungsgründe,!2%) Am Beispiel 
der Hydrostatik führt Galilei aus, dass, während er ein schlecht- 
hin universelles Gesetz zu Grunde lege und aus ihm alle Be- 
sonderheit des Einzelfalls fortschreitend ableite, die Gegner ihr 
Erklärungsprinzip nur durch immer verwickeltere Unterscheidun- 
gen und Einschränkungen zu stützen vermögen: der Zusammen- 
hang zwischen dem Allgemeinen und Besondern, der in der 
mathematischen Gleichung mit unmittelbarer Gewissheit zu Tage 
tritt, kann hier nur durch immer neue logische Distinktionen — 
durch den Gegensatz dessen, was „an sich“ und „per accidens“, 
was im eigentlichen oder uneigentlichen Sinne, was absolut oder 
beziehungsweise gilt — aufrecht erhalten werden. 12!) Für den 
Peripatetiker bedeutet die materiale „Ursache“ eines Geschehens 
nur ein isoliertes Teilmoment, dessen Erfolg und Wirksamkeit 
von der innerlichen Beschaffenheit des „Subjekts“, auf das sie 
gerichtet ist, abhängig ist, während Galilei in ihr den Inbegriff 
aller Bedingungen und aller, äusseren wie inneren, Relationen zu-
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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