Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Substantielle und funktionelle Weltansicht. 831l 
lassen, erschliesst sich uns das allgemeingültige Gesetz der Fall- 
bewegung. Das Verfahren der Ontologie dagegen verfällt umge- 
kehrt, in dem Streben, die innere „Natur“ der Dinge zu ergreifen, 
der Leitung und Herrschaft des blossen Wortes. Die Polemik 
gegen Galilei bietet hierfür krasse Beispiele. So bestreitet der 
Jesuit Scheiner — um das Dogma der Unveränderlichkeit des 
Himmels aufrecht zu erhalten --—- dass die Sonnenflecken in der 
Sonne selbst ihren Sitz und Ursprung haben könnten: sei doch 
die Sonne ihrer „Natur“ nach der leuchtendste Körper und daher 
unfähig, den Gegensatz der Dunkelheit aus sich zu erzeugen. Als 
wären — bemerkt Galilei -— die Dinge und Wesenheiten um der 
Namen willen da, nicht die Namen um der Dinge willen.11) Es 
ist das Charakteristische der menschlichen Erkenntnis, dass sie 
stets nur von Erscheinung zu Erscheinung fortschreiten, dass sie 
nicht schlechthin von der unbedingten Natur der Dinge, sondern 
nur von den „Affektionen“, in denen sie sich äussern und offen- 
baren, ihren Ausgang nehmen kann. Diese „Affektionen“ aber 
— unter denen Galilei den Ort, die Bewegung, die Grösse, die 
Gestalt hervorhebt — bilden in sich selber ein notwendiges 
Ganze, in dem jedes Glied durch ein weiter zurückliegendes be- 
dingt wird, in dem daher jede Lösung immer wieder auf ein 
neues Problem zurückweist. 
Diese Unabschliessbarkeit der wissenschaftlichen Auf- 
gabe bildet ein charakteristisches und notwendiges Moment der 
neuen Grundanschauung. Wir sahen, wie der Empirismus, der 
sich unter der Herrschaft der substantiellen Weltansicht heraus- 
bildete, von Anbeginn an den Keim der Skepsis in sich trug: 
wenn die Erkenntnis auf die Einzeldinge als letztes Ziel be- 
zogen ist, so muss sich alsbald ihr Unvermögen zeigen, die 
Gesamtheit des Wissensstofles zu umspannen. Um dem Wissen 
sein Recht und seine Geltung wiederzugeben, gibt es kein an- 
deres Mittel, als das Ideal des Erkennens von Grund aus um- 
zugestalten, als den extensiven Maassstab in einen intensiven 
umzuwandeln, Mit der gleichen Sicherheit, in der er seinen 
allgemeinen wissenschaftlichen Ausgangspunkt begründet hat, 
wird dieser Schritt nunmehr von Galilei vollzogen. Extensiv 
beurteilt, d. h. an der Menge der Objekte, die es zu begreifen 
gilt. gemessen, ist der menschliche Intellekt gleich einem Nichts
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.