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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Das Copernikanische Weltsystem und die Metaphysik, 341 
ternen Beobachter wie Gilbert mischt sich in die Widerlegung 
der herkömmlichen Einwände gegen die neue Anschauung ein 
sittliches Pathos: kleinmütige und ängstliche Gemüter heissen 
ihm. alle die, die durch die Erdbewegung den festen Halt und 
die feste Stellung im Universum zu verlieren fürchten.?) Goethes 
Urteil über das Copernikanische System bringt diese ethische Rück- 
wirkung, die von ihm ausgehen musste, zum lebendigen Ausdruck, 
„Vielleicht ist noch nie eine grössere Forderung an die Mensch- 
heit geschehen; denn was ging nicht alles durch diese Aner- 
kennung in Dunst und Rauch auf: ein zweites Paradies, eine 
Welt der Unschuld, Dichtkunst und Frömmigkeit, das Zeugnis 
der Sinne, die Ueberzeugung eines poetisch-religiösen Glaubens; 
kein Wunder, dass man dies alles nicht wollte fahren lassen: 
dass man sich auf alle Weise einer solchen Lehre entgegensetzte, 
die Denjenigen, der sie annahm, zu einer bisher unbekannten, ja 
ungeahnten Denkfreiheit und Grossheit der Gesinnungen berech- 
tigte und aufforderte.“ In der Tat wird in der neuen Lehre das 
Individuum, das zunächst durch die Anschauung und das Gegen- 
bild des Alls beschränkt zu werden scheint, in Wahrheit in seinem 
sittlichen Selbstbewusstsein erhöht und befestigt. Wenn das er- 
kennende Subjekt trotz der Begrenzung und Relativität seines Stand- 
ortes die Ordnung des Alls einzusehen und festzustellen vermag, so 
ist eben darin die durchgängige Einheit der Natur und des Er- 
kenntnisgesetzes verbürgt. Die scholastische Auftassung dagegen, 
so sehr in ihr die Natur überall auf das Individuum bezogen und 
erst in ihm ihren Mittelpunkt zu finden scheint, endet dennoch 
überall in der dualistischen Entgegensetzung von Natur und Geist. 
In ihrer Wertbetrachtung ergibt sich ein Widerspruch, den Galilei 
scharf und treffend bezeichnet: die Erde, die als das Zentrum des 
Alls und als der Zielpunkt gilt, auf den alles Geschehen abzweckt, 
bleibt dennoch, im Gegensatz zur unwandelbaren Vollkommenheit 
der himmlischen Sphären, gleichsam die „Hefe der Welt“ und 
der Sitz alles Verworfenen und Niedrigen.) Nur durch den 
Mittelbegriff der Erlösung, damit aber der Sünde, kann der 
Zweckvorzug und die Ausnahmestellung des Menschen behauptet 
und gerechtfertigt werden; erst in ihr erhält die Persönlichkeit 
ihre religiöse Idealität, die indes ihrer Freiheit und Selbstbe- 
stimmung widerstreitet. —
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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