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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

350 
Giordano Bruno. 
Fortwirkung, die der Grundgedanke des Symposion und des 
Phaedrus im wissenschaftlichen und künstlerischen Bewusstsein 
der Renaissance geübt hat. Im Symposion insbesondere war der 
Gedanke der Immanenz der Idee in der Erscheinung von 
Platon selbst bereits zu reiner Darstellung gebracht: in ihm 
konnte daher die Zeit ihre Anschauung des Geistigen mit der 
Anschauung der Natur, die sie neu zu gewinnen strebte, ver- 
eint und durchdrungen sehen. Die Sonette Michelangelos sind 
das tiefste und vollendetste Zeugnis dieser inneren Neubelebung 
der Ideenlehre. Wie für Michelangelo, so entsteht für Bruno der 
Eindruck der Schönheit einer körperlichen Gestalt durch den Ab- 
glanz einer bestimmten „Geistigkeit“ (spiritualitä), der uns aus ihr 
entgegenleuchtet. Nicht die Formen oder Farben als solche sind 
es, die einen Gegenstand schön erscheinen lassen, sondern der 
Einklang und die „Harmonie“, die alle seine einzelnen Glieder 
unter einander bewahren; diese aber wurzelt niemals in dem 
materiellen Objekt selbst, sondern ist eine Auszeichnung und ein 
Vorrang, der allein der Seele zukommt und von ihr auf das Sinn- 
liche übertragen wird. Nicht der besondere, wahrnehmbare Um- 
riss, sondern sein „intellektuelles“ Urbild ist es, was wir in der 
Vollkommenheit der körperlichen Formen erschauen. So wird 
denn auch die echte Schönheit der Naturdinge nicht erkannt, 
wenn wir uns der Betrachtung ihrer Mannigfaltigkeit und Ver- 
einzelung überlassen, sondern erst dann, wenn wir uns von ihnen 
zu uns selbst zurückwenden und hier den wahrhaften Einheits- 
punkt finden. Nicht im Anschauen der Gestirne und der Himmels- 
sphäre, sondern durch die Umkehr in die Tiefe des eigenen Ich 
wird der Aufstieg zur Welt der Idee vermittelt.2%) So bleibt zwar 
auch hier die Sinneswahrnehmung für sich allein unzureichend; 
dennoch aber wird in ihr selber ein Trieb und Anreiz anerkannt, 
der sie über ihre eigenen Schranken hinausführt. In lebendiger 
Wechselrede lässt der Dialog „Degli eroici furori“ nunmehr beide 
Grundkräfte, Sinn und Intellekt, einander entgegentreten und ihr 
Recht und ihren Anspruch verfechten. 2%) 
Deutlicher tritt der Zusammenhang beider Vermögen sodann 
hervor, indem unter der Bezeichnung der „Imagination“ ein 
wichtiger Mittelbegriff eingeführt wird. Wir kennen die ge- 
schichtliche Bedeutung dieses Begriffs und die wichtige Rolle, die
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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