Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

362 
Giordano Bruno, 
sonderen gewinnt. Es gilt zu zeigen, wie das All-Eine sich in 
bestimmte Arten und Gattungen differenziert und auseinanderlegt; 
es gilt, diesen Arten selbst ein festes Sein und eine unveränder- 
liche Eigenart zu sichern. Wir verlangen eine Einheit, die die 
Verschiedenheit nicht auslöscht und vernichtet, sondern die sie 
erhält und erklärt. Wo immer uns die Empfindung sinnliche 
Besonderung zeigt, da muss auch ein Begriff gefunden werden, 
der sie verständlich macht. Die Welt der Wahrnehmung kann 
in ihrem Aufbau nur verstanden werden, wenn wir sie auf ein 
System qualitativ bestimmter und unterschiedener Ein- 
heiten zurückführen. Jedes Sondergebiet fordert hierbei, wenn es 
wirklich in seiner Eigentümlichkeit erfasst werden soll, ein eigenes 
Grundelement, ein eigenes „Minimum“. Es ist eine allgemeine 
logische Forderung, die hier gestellt wird: jede Mehrheit, wie 
sie sich uns in der Anschauung darstellt, ist als ein Vermitteltes zu 
denken, das zu seiner exakten Erkenntnis aus einem „einfachen“ 
Ursprung abzuleiten ist. Es ist nicht lediglich die Operation des 
Zählens und Messens, sondern die des Denkens überhaupt, auf 
die Bruno sich hierbei stützt. Alles Denken muss von ursprüng- 
lichen primären Setzungen seinen Ausgang nehmen und von ihnen 
aus versuchen, den zusammengesetzten Inhalt synthetisch zu er- 
schaffen. Nicht also in der Zerfällung und Auflösung eines ge- 
gegebenen Vielfältigen wird der echte Begriff der Einheit ge- 
wonnen, sondern er bildet den ersten unentbehrlichen Anfang und 
die erste schöpferische Grundlegung, die der Gedanke vollzieht. 
Weil unsere Begriffe sich aus ursprünglichen Definitionen 
aufbauen, darum müssen die Dinge, um von uns erkannt zu werden, 
überall auf fundamentale Einheiten zurückgeführt werden. Die 
sprachliche Doppelbedeutung des „Prinzips“ macht sich geltend: 
was der Grund und Ursprung eines Inhalts ist, das müssen wir 
auch als den ersten Anfang seiner Entstehung setzen. 
Solcher Anfänge gibt es daher so viele, als es verschiedene 
Klassen von Gegenständen, ja, genauer gefasst, als es verschiedene 
Gruppen von Problemen gibt. Wie für den Physiker das Atom, 
so stellt für den Geometer der Punkt, für den Grammatiker der 
Buchstabe das letzte, unteilbare Minimum dar. Wo immer eine 
Teilung ins Unendliche behauptet wird, da hat der oberflächliche 
Sinnenschein die echte und wahrhafte Forderung der Vernunft
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.