Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

364 
Giordano Bruno. 
Begriff der Grenze und mit ihm das Grundprinzip der Infinite- 
simalrechnung zur logischen Klarheit durchrang. Bruno steht 
mit seinem Widerspruch gegen das „Unmessbare“ in der Geschichte 
der neueren Philosophie nicht allein: auch Hobbes und Ber- 
keley haben diesen Begriff und mit ihm Theoreme, wie den 
Pythagoreischen Lehrsatz, bestritten. Das Eigentümliche und 
Charakteristische von Brunos Kampf aber ist es, dass es Motive 
und Gedanken des Rationalismus sind, die er ins Feld führt: 
dass es die Vernunft der Logik und Ontologie ist, mit der er der 
Vernunft der Mathematik entgegentritt. Nicht der Sinn soll 
über die Wahrheit und Gesetzlichkeit der Grösse entscheiden, 
sondern die reinen Postulate des Verstandes. Wenn in der 
Praxis jede Gestalt in jede beliebige andere überlührbar ist, wenn 
also aus demselben Klumpen Blei das eine Mal ein Würfel, ein 
andermal eine Pyramide oder Kugel geformt werden kann, so 
haben dergleichen Umformungen für das Urteil und das exakte 
Beweisverfahren keinerlei bindende Kraft. Ja selbst wenn der 
Geometer lehrt, ein Dreieck in ein Rechteck, dieses wiederum in 
ein Parallelogramm und ein Quadrat zu verwandeln, so sind 
auch diese Operationen durchweg nur bequeme Hilfsmittel und 
Anpassungen an die sinnlich-mathematische Auffassung; 
nicht reine Vernunftsätze, die allein über das Wesen und den 
Zusammenhang der realen physischen Gestalten etwas entscheiden 
könnten.) Die Kritik Giordano Brunos stimmt mit derjenigen 
Berkeleys in einer wichtigen Forderung überein: beide ver- 
langen die Auflösung alles Gegebenen in letzte, diskrete Teil- 
elemente, aus denen es verständlich werden soll. Aber während 
für Berkeley das „Einfache“ in den „Impressionen“ gegeben ist, 
wird es bei Bruno durch einen Akt des Denkens gesetzt: wenn 
dort das psychologische, so ist es hier das metaphysische Atom, 
das gegen die Rechte der mathematischen „Anschauung“ behauptet 
wird. Das „Incommensurable“ muss als Trugbild verworfen 
werden, nicht weil es sich der Möglichkeit der Wahrnehmung, 
sondern weil es sich dem Denkmittel der diskreten Zahl 
entzieht, nach welchem allein Brunos Logik gestaltet ist.®) — 
Den Irrwegen von Brunos Mathematik brauchen wir hier 
nicht im Einzelnen zu folgen®): nur an die Hauptzüge, in denen 
sich der allgemeine Begriff des Minimums näher bestimmt und
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.