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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

380 
Descartes. 
ins Einzelne verfolgen und nachweisen lässt, die Grundzüge des 
Systems der Erkenntnis, noch ehe irgend ein metaphysisches 
Problem in den Umkreis der Betrachtung eingetreten ist.9) Die 
Metaphysik dient nicht der Entdeckung, sondern nur der nach- 
träglichen Bestätigung und Beglaubigung der Prinzipien der 
Wissenschaft.!°) Entspricht somit die Sonderung zwischen dem 
methodischen und dem metaphysischen Faktor der Systembildung 
der inneren Entstehungsgeschichte der Cartesischen Philosophie, 
so kann durch sie weiterhin auch erst volle Klarheit über die 
Cartesische Metaphysik selbst, ja über den Charakter ihres 
Schöpfers gewonnen werden: denn hier muss es sich zeigen, ob 
der Fortgang zur Metaphysik — wie selbst Fr. Alb. Lange be- 
hauptet hat — nur aus äusserlichen und zufälligen Motiven er- 
folgte, oder ob notwendige und innerliche Probleme, die aus 
der Methode selbst hervorwuchsen, auf diesen Uebergang hin- 
irängten. — 
In der Schilderung, die der „Discours de ]a methode“ 
von der Entstehung des Grundgedankens entwirft, treten drei 
Gruppen sachlicher Vorbedingungen bestimmend hervor. Die 
Musterung des überlieferten Stoffes der Erkenntnis trifft, nachdem 
sie alles rhetorische Beiwerk und allen äusseren Zierrat des 
Wissens abgestreift, auf drei relativ feste Punkte, die als Anfang 
und Grundlage des künftigen Aufbaus dienen können. Logik, 
Geometrie und Algebra sind es, in denen, trotz allen Mängeln 
ihrer traditionellen Behandlung, der Charakter des echten Wissens 
nicht völlig ausgelöscht werden konnte. Freilich lehrt die Logik 
der Schule mit ihren Definitionen und Syllogismen eher Be- 
kanntes zu erklären, als Unbekanntes zu entdecken; freilich bietet 
die geometrische Analyse der Alten und die moderne Arithmetik, 
durch ihre beständige Abhängigkeit von der unmittelbaren sinn- 
lichen Anschauung und durch die ungefüge Art ihrer symbolischen 
Bezeichnungsweise, eher eine verwickelte 'T echnik, die den Geist 
verwirrt, als eine völlig durchsichtige Erkenntnis, die ihn klärt 
and bildet. So gilt es denn, eine andere Methode zu suchen, die, 
während sie die Vorzüge dieser drei Grundwissenschaften vereint.
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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