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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

‚20 
Descartes. 
In diese Schwierigkeit muss man sich innerlich versetzen, 
um den weiteren Weg, den Descartes von hier aus einschlägt, zu 
begreifen. Wenn unser Wissen sich nicht in leere Beziehungen 
ohne realen Urgrund auflösen soll, so muss in ihm zum mindesten 
ein Punkt gefunden werden, an dem die Gegensätze, die sich hier 
gegenüberstehen, sich einen und ineinander aufgehen. Innerhalb 
der Welt des Bewusstseins muss es eine Idee geben, die die Ge- 
währ des objektiven Daseins ihres Inhalts unmittelbar in sich 
selber trägt; ein Begriff muss gefunden werden, in dem Wesenheit 
und Wirklichkeit, Essenz und Existenz untrennbar mit einander 
verschmolzen sind. So ist es eine Grundfrage der Erkenntnis 
selber, die uns zum Gottesbegriff hinleitet, in dem allein jene 
Forderungen erfüllt sind. Die Idee des „allervollkommensten 
Wesens“ schliesst das Sein dieses Wesens notwendig in sich; ist 
doch das Sein selbst nichts anderes als eine Unterart der Voll- 
kommenheit. Wie wir in dem Begriff des Dreiecks die zweifellose 
Gewissheit besitzen, dass seine Winkel gleich zwei Rechten sind, 
so lässt sich das Dasein Gottes unmittelbar aus seiner Vorstellung 
ableiten: wie die Aufhebung des einen Urteils, so würde die des an- 
deren das Bewusstsein eines inneren logischen Widerspruchs 
in uns zurücklassen.?) 
Mit diesen Sätzen sehen wir uns unmitielbar in die Scho- 
Lastik zurück versetzt. Betrachtet man nur die Aussprache und For- 
mulierung des Gotiesbeweises, sieht man nur auf seinen direkten, 
materialen Gehalt, so lässt sich in der Tat kein irgend erheb- 
licher Unterschied zwischen den Sätzen Descartes’ und der her- 
kömmlichen Gestalt des ontologischen Arguments seit Anselm von 
Canterbury nachweisen.®) Ueber die sachliche Schlusskraft dieses 
Argumentes aber braucht man, nach der Kritik der reinen Ver- 
aunft, kein Wort mehr zu verlieren. Dennoch ist es ein neues 
{nteresse und eine veränderte Fragestellung, die Descartes zum 
Gottesbegriff zurückführt, Wenn in der Scholastik der ontolo- 
gische Beweis nur der Ausgangspunkt und das Mittel war, um 
den Weg zum Dogma und zu den religiösen Heilswahrheiten zu 
bahnen, so ist es hier die Realität der Körperwelt und ihrer 
im manenten Gesetze, die im Mittelpunkt der Untersuchung steht: 
aicht Gott, sondern die „Natur“ ist es, die zuletzt „bewiesen“ werden 
soll. Welcher Weg war für Descartes zurückgeblieben. um sich
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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