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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

1838 
Die Ideenlehre. — Malebranche. 
Bewusstseins machen: sicher ist, dass sie uns nirgend gegeben, 
dass sie durch kein einziges Datum unserer inneren Erfahrung 
bestätigt oder erwiesen werden kann. Man nehme den Fall, dass 
diese transscendente Wirklichkeit vernichtet würde, ohne dass in- 
des eine Wandlung innerhalb unserer Vorstellungen selbst von 
statten ginge, so würde damit unser Weltbild in keinem einzigen 
Zuge geändert, so blieben alle unmittelbaren Erfahrungen und 
Schlüsse, die wir auf sie bauen, in Kraft. Die geringste psycho- 
logische Reflexion reicht aus, um erkennen zu lassen, dass es 
aicht die materiellen Gegenstände sind, die den unmittelbaren 
Inhalt der Wahrnehmung bilden, dass es eine intelligible 
Ordnung und eine intelligible Schönheit ist, die sich im Pro- 
zess der Erkenntnis vor uns auftut.5) „Die Welt ist meine 
Vorstellung“: dieses Thema ist es, von dessen immer erneuter 
Variation Malebranche seinen Ausgang nimmt. Die Instanzen des 
Traumes und der Sinnestäuschung, die von Descartes nur kurz 
Derührt worden waren, gewinnen bei ihm breiteren Raum und 
allgemeinere Bedeutung.®) Und wenn Descartes über das Bereich 
des unmittelbaren Bewusstseins alsbald hinausstrebte, so sehen 
wir, wie Malebranche sich in ihm befriedigt und heimisch macht. 
Einen Beweis für das Dasein der Körper zu versuchen, gilt ihm 
als vergebliches Bemühen; bei aller Zurückhaltung, deren er sich 
zegenüber dem Meister befleissigt, hat er doch alle Cartesischen 
Argumente, die in dieser Richtung gehen, mit aller Entschieden- 
heit verworfen. Hatte Descartes sich darauf gestützt, dass unser 
Glaube an die Existenz äusserer Dinge unvermeidlich sei und 
lass es daher die Evidenz aller unserer Grunderkenntnisse ent- 
wurzeln hiesse, wenn wir ihm die Zustimmung versagten, so 
weist er in diesem vermeintlich logischen Zwange das Moment 
der Gewöhnung und des Vorurteils auf, über das eine tiefer drin- 
gende Analyse uns aufklärt und hinweghilft. Derselbe Grund- 
trieb, der uns von den „Ideen“ zu den jenseitigen Gegenständen 
hinaustreibt, verleitet uns auch, die Dinge selbst mit den Eigen- 
schaften auszustatten, die nur unseren Sinnen und unserer Ein- 
bildungskraft angehören; dieselbe Kritik, die uns die Subjektivi- 
tät der Farben und Töne kennen lehrt, genügt, schärfer ge- 
{asst und durchgeführt, jeden Schluss auf ein unabhängiges 
stoffliches Sein zunichte zu machen.) So zeigt sich uns hier
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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