Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

146 
Die Ideenlehre. —  Malebranche. 
wegliches Sein, das im göttlichen Denken fertig und ausgeprägt 
vorhanden ist und von ihm auf uns überströmt. Der Geist ist 
lamit zu völliger Passivität verurteilt: seine Erkenntnis bedeutet 
ein blosses „Gewahrwerden“ von Beziehungen, die an und für 
sich zwischen den Ideen als vorhandenen intelligiblen Gegen- 
ständen bestehen. Unsere Urteile wie unsere einfachen und kom- 
plexen Schlussfolgerungen stehen somit auf keiner anderen Stufe 
als alle übrigen Perzeptionen des Geistes; sie sind keine schöpfe- 
rischen Betätigungen des Denkens, sondern ein Nachbild und 
eine Abspiegelung bestehender ideeller Verhältnisse.*) Auch die 
Tatsache, dass es der subjektiven Aufmerksamkeit bedarf, um 
liese Verhältnisse ans Licht zu stellen, bildet keine prinzipielle 
Gegeninstanz gegen diese Auffassung; denn der Willensentschluss 
selbst, der hierzu erfordert wird, ist keine Aeusserung freier 
Selbsttätigkeit mehr. Die Aufmerksamkeit wird von Malebranche 
in einer theologischen Wendung als ein „natürliches Gebet“ der 
Seele bezeichnet und beschrieben: ®) das Gebet aber ist — nach 
der Augustinischen Theorie, die hier zu Grunde liegt — wie der 
Glaube ein freies Geschenk der göttlichen Gnade.) 
So besitzt Malebranche von Seiten seines Bewusstseinsbe- 
zriffs keine Waffen gegen die Kritik Berkeleys, die doch das. 
Centrum seiner Philosophie, die seinen Erkenntnisbegriff zunichte 
zu machen droht. Das Faktum, von dem er ausgeht, ist lediglich 
der Wertunterschied, der zwischen den Inhalten unseres Bewusst- 
seins, der zwischen unseren „Vorstellungen“ anzunehmen ist. 
Hier lag in der Tat der Weg vor ihm, der ihn über seine an- 
änglichen psychologischen Ausgangspunkte hinausführen 
konnte. Die Bedeutung, die bestimmten Erkenntnissen, wie den 
mathematischen, vor allen anderen zukommt, die logische Unter- 
scheidung und Stufenfolge der mannigfachen Sonderbestimmt- 
heiten des Geistes musste als allgemeine Bedingung erwiesen 
werden, die von jeder „Theorie“, die auch von jeder psychologi- 
schen „Erklärung“ vorausgesetzt wird. Wenn wir keine objektiv- 
ziltigen Beziehungen zwischen den Inhalten des Denkens, wenn 
wir kein Gesetz und keine Regelmässigkeit für die Phänomene 
der Natur anerkennen, so fehlt auch jede Möglichkeit, von einem 
beharrlichen, empirischen Ich als von einem festen gemeinsamen 
Mittelpunkt, auf den alle Gegenstandserkenntnis sich zurückbe-
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.