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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Arnaulds Einwände gegen die Ideenlehre. 499 
danklichen Beziehung mit tatsächlichen räumlichen Verhältnissen 
ist es, die Arnauld Malebranche vor allem Schuld gibt. Seine 
ıdeenlehre ist, wie er ausführt, so gut wie die gewöhnliche, allge- 
meine Wahrnehmungstheorie den Umständen und Tatsachen nach- 
gebildet, die man bei der Gesichtswahrnehmung beobachtet. Hier 
findet sich das Objekt, das, um von uns erblickt zu werden, dem 
Auge gegenwärtig sein oder ihm doch auf irgend eine Weise — 
etwa durch einen Spiegel — mittelbar dargestellt werden muss: hier 
scheinen daher nicht die Gegenstände selbst, sondern nur die 
Abbilder, die sie auf unserer Netzhaut hervorbringen, der eigent- 
liche Inhalt zu sein, auf den der Akt des Sehens sich richtet. 
Verfolgt man diesen Zusammenhang weiter, führt man den Ana- 
logieschluss von dem körperlichen auf das geistige „Sehen“ zu 
Ende, so sieht man sich daher notwendig zu dem Ergebnis ge- 
führt, dass die Dinge der Aussenwelt sich in unmittelbarer Ge- 
genwart vor die Seele hinstellen, dass sie mit ihr verschmelzen 
müssen, damit eine Erkenntnis von ihnen zustande kommt. 
Diesem Ergebnis ist Malebranche so wenig wie die Scholastik 
entgangen; wenn diese die Körper selbst vermittels einzelner 
Teile, die sich von ihnen ablösen und die von unserem Geiste 
zu intelligiblen Spezies umgestaltet werden, in unser Bewusst- 
sein hinüberwandern liess, so muss bei ihm das Selbst, ehe es 
des Wissens fähig wird, mit der göttlichen Wesenheit als dem 
Ort der Ideen, sich begegnen und sich berühren. Es ist derselbe 
logische Grundirrtum, der uns bei ihm, wenngleich in spiritua- 
listischer Wendung und Fassung, entgegentritt.%) Das Sophisma, 
das hier begangen wird, wird deutlich, wenn man den mehr- 
deutigen Begriff der „Gegenwart“ des Erkenntnisobjektes auflöst. 
Dass der Gegenstand, auf den unsere Urteile und Aussagen sich 
beziehen, uns „gegenwärtig“ sein muss, ist freilich wahr; aber es 
besagt nichts anderes, als dass er uns bekannt, dass er als Inhalt 
des Bewusstseins gegeben sein muss. Malebranche und die Scho- 
lastik aber deuten diesen Satz, der im Grunde eine leere Tauto- 
logie ist, zu einem wirklich bestehenden metaphysischen Faktum 
um: sie nehmen die Gegenwart des Objektes im Subjekt als ein 
sachliches Verhältnis, das der Tatsache des Bewusstseins voraus- 
liegt und sie erst ermöglicht.®) 
Der Wert dieser kritischen Bemerkungen wird nicht dadurch 
39%
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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