Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

382 
Zu Buch IT, Cap. 3. 
dividuum ein „Spiegel der Welt“ genannt, so gibt auch dieser Aus- 
druck, der uns z. B. bei Bovillus und Paracelsus begegnet ist, 
nur die allgemeine Anschauung der Zeit vom Verhältnis des 
Mikrokosmos zum Makrokosmos wieder. (Vgl. ob. S. 84 f., 199.) 
Auch Brunos Satz, dass die veränderlichen Dinge blosse Schatten- 
bilder ohne Wesenheit und Wahrheit sind, die an das absolute 
substantielle Sein nicht heranreichen, enthält nur die Wiederho- 
lung der bekannten Platonischen und Neuplatonischen Grundan- 
sicht. Wenn Brunnhofer ihn als Beweis anführt, dass Leibniz die 
Lehre von der Phaenomenalität der Sinnenwelt aus Bruno 
geschöpft hat, so verkennt er hierin vollständig den neuen und 
originalen Sinn, den Leibniz der „Erscheinung“ gibt, sofern er 
sie zum Gegenstand notwendiger und allgemeingültiger 
Erkenntnis macht. (Näheres hierüber in meiner Schrift „Leib- 
niz’ System“ S. 364 ff.) Nicht minder ist der Erweis, dass Leibniz 
den Ausdruck und den Gedanken der Weltharmonie von Bruno 
entlehnt hat, verfehlt: denn wenn Bruno „die Gesetzmässigkeit des 
Alls einer Symphonie vergleicht, deren scheinbar einander wider- 
sprechendste Dissonanzen . . zur höchsten Tonharmonie hinüberge- 
leitet werden“, wenn er weiterhin in den Uebeln der Welt nur 
Schatten sieht, die zur Erhöhung des’ Ganzen des Gesamtgemäldes 
notwendig sind, so sind alle diese Wendungen von der antiken, 
insbesondere der Neuplatonischen Theodicee her, bekannt. (Vgl. 
z. B. Plotin, Ennead. III, 2 u. s.) Ueberhaupt hat der Begriff der 
„Weltharmonie“, wie man z. B. aus Keplers „Harmonice mun- 
di“ lernen kann, eine reiche und weitverzweigte Geschichte. — Aus 
all diesen Beispielen, die sich noch vermehren liessen, ersicht 
man, wie irreführend und gefährlich es ist, bloss äussere Krite- 
rien zum gültigen Massstab für die Beurteilung innerer gedank- 
licher Zusammenhänge zu machen. Die Uebereinstimmung zwi- 
schen Leibniz und Bruno erklärt sich zumeist aus den gemein- 
samen Beziehungen zu den Grundgedanken der italienischen Na- 
iurphilosophie, die ihrerseits wiederum auf Nikolaus Cusanus 
zurückgehen. Ist doch der Begriff des „Minimums“ selbst nicht 
das ausschliessliche Eigentum Brunos, sondern wird gleich- 
zeitig von Patrizzi zur Grundlegung der Mathematik verwandt. 
(S. ob, S. 237 ff.) 
7) De minimo II, 8, S. 221. — Vgl. Articuli adv. Math. Op.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.