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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

IL 
Nikolaus Cusanus. 
„Annahme“, die durch andere und genauere Hypothesen wiederum 
verdrängt werden kann: „die Einheit der unerreichbaren Wahr- 
heit wird von uns in der Andersheit der Annahme erkannt.“7) 
Der beherrschende Gegensatz von Cusas Metaphysik ist damit auf 
die Methodenlehre übertragen. Aber auch in ihr beginnt nunmehr 
die innere Wandlung, die das Wertverhältnis der beiden gegen- 
sätzlichen Momente umgestaltet, Wenn die Schrift „de docta 
ignorantia“ die Beziehung zwischen dem Absoluten und den Be- 
griffen unserer Erkenntnis mit dem Verhältnis vergleicht, das 
zwischen Kreis und Polygon besteht, so soll damit freilich zu- 
nächst der qualitative Wesensunterschied beider zum Ausdruck 
gebracht werden. Dennoch trägt eben dieses Bild bereits den Keim 
der gedanklichen Vermittlung in sich: denn wie der Fortschritt 
der Philosophie der Mathematik lehrt, sind die unendlichen 
Polygone nicht sowohl der Gegensatz, wie das notwendige und 
unenthbehrliche Erkenntnismittel, um die Grösse des Kreises 
zu bestimmen. Nikolaus Cusanus wagt zuerst den Satz, der auch 
der antiken Exhaustionsmethode fern lag: dass der Kreis seinem 
begrifflichen Gehalt und Sein nach nichts anderes, als ein Viel- 
eck von unendlich vielen Seiten ist. Der Begriff der „Grenze“ ist 
hier zu positiver Bedeutung erhoben: der Grenzwert selbst kann 
nicht anders, als vermöge des unbeschränkten Prozesses der An- 
näherung erfasst und in seiner Bestimmtheit ergriffen werden. Die 
Unabschliessbarkeit dieses Prozesses gilt jetzt nicht mehr als Be- 
weis eines inneren, begrifflichen Mangels, sondern als Zeugnis 
seiner Kraft und Eigenart: die Vernunft kann nur in einem un- 
endlichen Objekt, einem schrankenlosen Fortgang zum Bewusst- 
sein ihres eigenen Vermögens gelangen. Gerade die fortschreitende 
Bewegung des Geistes, die von dem blossen Faktum zur Ent- 
deckung der Gründe, vom „quia est“ zum „quid est“ vordringt, 
enthält zugleich das Prinzip seiner Gewissheit und seiner Ruhe 
in sich: in ihr erst ist der Geist seines eigenen unerschöpflichen 
Seins und Lebens versichert.®) Das Bewusstsein des Nichtwissens 
birgt daher einen tieferen und fruchtbareren Gehalt der Erkennt- 
nis, als jede scheinbare, noch so gewisse positive Einzelbehaup- 
lung: denn wenn in dieser der weitere Fortschritt gleichsam ge- 
hemmt und zum Stehen gebracht ist, so ist in ihm der Ausblick 
ins Unbegrenzte erhalten und Ziel und Richtung des Weges er-
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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