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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Die „docta ignorantia“ als KErhenntnismiltel. 
57 
leuchtet.) Jetzt ist die Unendlichkeit nicht mehr die Schranke, 
sondern die Selbstbejahung der Vernunft. „Von grösserer Freude 
wird erfüllt, wer einen unermesslichen und unzählbaren Schatz, 
als wer einen zählbaren und endlichen findet: so ist auch das 
heilige Nichtwissen die erwünschteste Nahrung meines Geistes, 
zumal ich diesen Schatz in meinem eigenen Acker finde und 
er mir somit als Eigentum zugehört.“ *) 
Immer von neuem und in mannigfachen Formen wiederholt 
Cusanus diesen Gedanken, der in der Tat eine innere geschicht- 
liche Wandlung bezeichnet.!) Dem Mittelalter gilt das Objekt des 
höchsten Wissens als transscendent: nur eine unmittelbare äussere 
Gnadenwirkung vermag den Geist zu seiner Anschauung zu erheben, 
zu der er aus eigenen Mitteln unzureichend bleibt. Auf der anderen 
Seite indess ist das System der göttlichen Wahrheit ein festes, in 
sich abgeschlossenes Ganze, das uns, unabhängig von aller Ar- 
beit der Vernunft und der Forschung, fertig und gestaltet darge- 
reicht und gegeben wird. Das ist der Grundwiderspruch, in dem 
die scholastische Philosophie besteht: dass sie einen unendlichen 
und transscendenten Gegenstand durch einen fest begrenzten und 
fixierten Inbegriff dogmatischer Einzelsätze zu erfassen und zu 
erschöpfen trachtet. Die neuere Zeit beginnt nach beiden Rich- 
tungen, nach der subjektiven wie der objektiven Seite hin, mit 
einer Umkehr der bisherigen Anschauung. Der Gegenstand, auf 
den sie hinblickt, ist dem Geiste immanent: das Bewusstsein 
selbst und seine Gesetzlichkeit bedingt und umgrenzt das Objekt 
der Erkenntnis. Und dennoch muss der Prozess, in dem wir dieses 
neue Sein zur wissenschaftlichen Bestimmung zu bringen suchen, 
prinzipiell als unabschliessbar gedacht werden. Die endliche em- 
pirische Existenz ist niemals völlig erkannt, sondern liegt als Auf- 
gabe der Forschung beständig vor uns. Der Charakter der Unend- 
lichkeit ist von dem Gegenstand der Erkenntnis auf die Funk- 
tion der Erkenntnis übergegangen. Das Objekt des Wissens, ob- 
wohl es von demselben Stoffe, wie der Geist ist, obwohl es diesem 
also völlig durchsichtig und innerlich begreiflich ist, bleibt doch 
auf jeder einzelnen Stufe des Wissens unbegriffen. In dieser 
skeptischen Einsicht stellt sich der neue Glaube der Vernunft an 
sich selber dar. Beide Grundmomente des neuen Verhältnisses sind 
in Cusas Philosophie im Keime enthalten: denn wie er auf der
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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