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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

Verstand und Sinnlichkeit, 
f 
1 
kommenen und vollständig wirksamen Intellekt; da er aber auf 
keine andere Weise zu dieser Selbstverwirklichung zu gelangen 
vermag, so wird er zum Sinn, um durch dieses Medium hindurch 
aus der leeren Möglichkeit zum Akt und zur Energie zu gelangen. 
So kehrt der Geist, nachdem sein Kreislauf vollendet, in sich sel- 
ber zurück; sein Herabsteigen. zu den sinnlichen Bildern bedeutet 
in Wahrheit ein Hinaufheben des Mannigfaltigen selbst zur Ein- 
heit und Einfachheit des Gedankens“.1®) In diesem tiefen Worte 
hat Cusanus eine Forderung vorweggenommen, die erst in der 
modernen Wissenschaft und ihrem Erkenntnisideal zur Ausbil- 
dung und Erfüllung gelangt: ist. Nur in der Hingebung an den 
Stoff der Wahrnehmung kann wahres Wissen erreicht und ge- 
gründet werden; aber je tiefer wir uns in diese Aufgabe versen- 
ken, um so deutlicher hebt sich uns auf dem Hintergrunde der 
Erfahrung das Bild des eigenen Geistes und seiner gedanklichen 
Schöpfungen heraus. Cusanus bezeichnet hier die geschicht- 
liche Wendung des Platonismus, die zu Kepler und Ga- 
lilei hinüberführt. Es wäre irrig, die philosophische Renaissance 
des Quattrocento schlechthin als eine Entdeckung der Platoni- 
schen Philosophie zu bezeichnen: war doch die Beziehung zu 
dieser auch im christlichen Mittelalter nirgends abgebrochen. Be- 
zeichnend ist vielmehr der veränderte Gesichtspunkt, unter 
dem die Ideenlehre jetzt erscheint. Sofern die Ideen als absolutes 
Sein jenseit der Erscheinungswelt gedacht und gedeutet werden; 
werden sie von Cusanus ausdrücklich zurückgewiesen; hier tritt 
er der Aristotelischen Kritik in ihrem ganzen Umfang und in 
allen ihren Folgerungen bei. Und nicht minder bestreitet er den 
falschen Apriorismus der „angeborenen Bezriffe‘“: nicht einzelne 
Erkenntnisinhalte, sondern nur die Kraft, sie zu erwerben, ist 
der Seele eingeboren.®) So knüpft er nicht an die metaphysische 
Weiterbildung der „Idee“ an — den Neuplatonismus hat er wie- 
derholt und energisch bestritten —, sondern geht unmittelbar auf 
die tiefen methodischen Erörterungen der „Republik“ über das 
Verhältnis. von Sinnlichkeit und Denken zurück. Die Wahrneh- 
mung ist nicht der unbedingte Widerstreit, sondern sie ist der 
Wecker und „Paraklet“- des reinen Begriffs, den sie herbeirult, 
um die in ihr liegende Unbestimmtheit zu überwinden und zu 
schlichten.?) Denn dem Sinn als solchen wohnt keine Kraft der
	        

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Die Konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, Ihre Technik Und Wirtschaftliche Bedeutung. J. Bensheimer, 1914.
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