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Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)

Volume

Identifikator:
1876769408
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-262860
Document type:
Volume
Author:
Cassirer, Ernst http://d-nb.info/gnd/118519522
Title:
Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Cassirer
Year of publication:
1906
Scope:
XV, 608 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Volume
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Erkenntnisproblem in der Philosophie und Wissenschaft der neueren Zeit (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erstes Buch: Die Renaissance des Erkenntnisproblems
  • Zweites Buch: Die Entdeckung des Naturbegriffs
  • Drittes Buch: Die Grundlegung des Idealismus

Full text

a 
3 
Nikolaus Cusantuts. 
Und wie der Augenblick die „Substanz“ der Zeit, so ist die Ruhe 
die Substanz der Bewegung. Die räumliche Ortsveränderung 
eines Punktes ist nichts Anderes, als die gesetzliche Folge und 
Ordnung seiner unendlich mannigfaltigen Ruhelagen: motus est 
ordinata quies seu quietes seriatim ordinatae.“) In diesen 
Sätzen hat Cusanus nicht nur den Gedanken, sondern selbst die 
Sprache der neuen Mathematik, wie sie sich künftig bei Des- 
cartes und Leibniz entfaltet, vorweggenommen. Die Bezeichnung 
der Coordinaten, der lineae ordinatim applicatae, bereitet sich vor, 
während andererseits bereits die allgemeine Auffassung herrschend 
ist, die zur Grundlegung der Integralrechnung hinführt. — 
Und in dem neuen Begriff der Grösse, der jetzt entsteht, 
spricht sich zugleich eine veränderte Ansicht und eine neue logi- 
sche Definition des Seins aus. Jetzt wird es deutlich, dass die 
Wahrnehmung, die im Bereiche des Ausgedehnten und Zusam- 
mengesetzten verharrt, das Sein nicht zu umspannen und auszu- 
messen vermag. Die wahre Realität jedes Inhalts erschliesst sich 
erst dem Auge des Intellekts, indem er das sinnlich ausgebreitete 
Dasein auf eine unteilbare Einheit zurückführt. Wir können das 
„Wesen“ eines jeglichen Seins ohne extensive Grösse, die „quid- 
ditas“ ohne „quantitas‘“, nicht aber umgekehrt diese ohne jene den- 
ken.) Wie die Kraft des Karfunkelsteins, vermöge deren er das 
Licht zurückstrahlt, in dem kleinen Stein ebenso wie in dem grossen 
enthalten ist, wie sie sich somit von der Ausdehnung unabhängig 
erweist, so geht allgemein die Substanz des Körpers nicht in seiner 
„Masse‘ unter. Sie wurzelt allein in der bestimmten eigentüm- 
lichen Wirksamkeit des Körpers, die sich bald unter dieser, bald 
unter jener Gestalt und Form darstellt, sich mit diesem oder jenem 
„Accidens‘““ bekleidet, um der sinnlichen Anschauung sichtbar zu 
werden. Wenn die Wahrnehmung die Dinge in ihrer fertigen 
räumlichen Ausbreitung betrachtet, so ergreift der Intellekt das 
Prinzip und den Urgrund ihrer Tätigkeit.4?) Der Grund zur Leib- 
nizischen Kritik des Substanzbegriffs ist hier gelegt. Es muss 
freilich zunächst auffallend erscheinen, dass das gesamte Gebiet 
der „Ausdehnung“ schlechthin der „Imagination“ zugewiesen 
wird: denn unterliegt damit nicht die gesamte bisherige Mathe- 
matik der endlichen Grössen demselben logischen Wert- 
urteil? ‘ Indes auch diese Wendung lässt sich verstehen: die
	        

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Das Erkenntnisproblem in Der Philosophie Und Wissenschaft Der Neueren Zeit. Cassirer, 1906.
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