Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

107 — 
rionen und Kommissionen auszuzeichnen, wird hierdurch bestimmt, daß die Magistrats⸗ 
mitglieder und Stadtverordneten, bei ihren Zusammenkünften im Dienste der Stadt 
und bei der Ausübung ihres Amtes, in ganz schwarzer Kleidung als Amtskleidung 
erscheinen, außerdem aber dieselben, sowie der Bezirksvorsteher und Bürgerbeisitzer 
in den Deputationen und Kommissionen, dabei nachstehende Amtszeichen tragen 
ollen“ — und nun kommt die Anordnung goldener Ketlen nit goldnen Medaillen für 
Magistrat und Stadtverordnete in großen Städten, von silbernen Ketten mit 
silbernen Medaillen für die mittleren, von silbernen Medaillen an einem mit 
Silber eingefaßten Bande für die in kleineren Städten, während die Bezirksvorsteher 
und Bürgerbeisitzer in den großen Städten silberne Ketten mü silbernen Medaillen, 
in mittleren silberne Medaillen an einem Bande mit Silbereinfassung und in kleinen 
Städten silberne Medaillen an einfachen Bändern tragen sollen. 
Soviel über den Inhalt. Uns Heutigen sind alle diese wichtigen 
Grundsätze der Selbstverwaltung so geläufig, daß wir uns erst lebhaft 
in die Zeiten vor 1808 versetzen muͤssen, um die hohe Bedeutung 
dieser Gesetzgebungstat recht zu verstehen. Es waren das alles für die 
damalige Zeit erstaunlich neue Gedanken. 
Wir haben uns gewöhnt, den Kern dieser Neuordnung mit dem 
Worte „Selbstverwaltung“ zu bezeichnen. Eine Erklärung dieses in 
der staatsrechtlichen Wissenschaft viel umstrittenen Begriffs wollen wir 
hier nicht geben. Wir gebrauchen ihn in dem Sinne: kommungale Eigen⸗ 
oerwaltung. Das Wort selbst wird übrigens in all den Gesetzen, die 
heute darüber handeln, nur ausnahmsweise gebraucht. Was darunter 
zu verstehen ist, kann nicht zweifelhaft sein. 
Die großen Vorteile, die sich aus der dem Buͤrgertum neugeschenkten 
Selbstverwaltung gegenüber der bisherigen staatlichen Verwaltung er— 
gaben, wurden in Wissenschaft und Praxis sehr bald gewürdigt. Die 
aachstehende Zusammenstellung aus damaliger Zeit hat sie in den fol— 
genden vier Punkten vortrefflich festgelegt: 
4. Die Städteordnung hat der städtischen Verwaltung eine größere und 
iebendigere Regsamkeit gesichert. Die Verwaltung wird von tausend Augen bewacht, 
Mißbrauch, Pflichtwidrigkeit, Untätigkeit und Schlendrian, wie sie auch bemäntelt 
werden möchten, können nicht lange verborgen bleiben, es ist jedem Bürger leicht, 
seinen Bemerkungen unmittelbar oder mittelbar Beachtung und Einfluß zu ver— 
schaffen. Man begnügt sich nicht mit dem: soviel ist geschrieben, sondern fragt: 
was ist geschehen und eine befriedigende Antwort hierauf setzt stets rege Tätigkeit 
boraus. 
2. Die Städte-Ordnung hat die Verwaltung dem wirklichen Leben nüher ge⸗ 
führt und zwischen beiden eine wohltätige Wechselwirkung hervorgebracht. Was am 
Orte nötig ist, wird auch von Behörden daselbsi beraten und mit Weliklugheit aus⸗ 
geführt, Mißgriffe, welche durch die Einwirkung entfernter stehenden Behörden 
ztwa entstehen könnten, sind ausgeschlossen. Gerechte Wünsche und Ansprüche des 
Publikums kommen sehr bald zur Sprache und können nicht zurückgewiesen werden. 
Die Kommümalbeamten müssen überall mit eigenen Augen sehen, und dadurch ge— 
winnen sie prauzktische Ansichten. 
3. Durch die Teilnahme der Bürger an den Verwaltungs⸗Deputationen wird 
der Verwaltuüng eine Menge von Sachkenntnissen dienstbar, ohne daß dies ihr etwas
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Entstehung Und Bedeutung Der Preußischen Städteordnung. Dürr, 1908.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.