Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

— 122 — 
sie geblieben. Diese beginnen unter ihrer Herrschaft sich zu dehnen und 
zu recken. Die große Bevölkerungswelle fängt an, sich über sie zu ergießen. 
Und jetzt erst in der nach 1870 besonders kräftig einsetzenden Be— 
wegung konnte und mußte die Selbstverwaltung zeigen, was sie ver— 
mochte. Bis dahin hatte sie sorglich Buch geführt und fast ängstlich mit 
ihren Mitteln hausgehalten, damit der Ausgaben ja nicht zu viele würden. 
Nun aber sieht sie sich vor eine schier nicht zu bewältigende Fülle 
von Aufgaben gestellt: die Notwendigkeit erheischt es, den aus der Erde 
wachsenden Häusern einen Bebauungsplan zu weisen, sie an geordnete 
Straßen zu führen; enge Fesseln alter Festungswälle müssen fallen, 
Vororte entstehen und wollen der kleinen ursprünglichen Stadt durch 
Eingemeindung angegliedert sein. Es gilt, die zuströmende Masse durch 
Wasserwerke und Gas- und Elektrizitätsanstalten mit gesundem 
Wasser, mit Licht zu versorgen. Damil nicht die Zeiten verheerender 
mittelalterlicher Seuchen für die dichtgedrüängt wohnende Menge wieder— 
kehren, muß die Hygiene sorglich gepflegt werden: Kanalisation, 
Straßenreinigung, Entfernung der Abfallstoffe, Anlegung von 
Rieselfeldern, von Desinfektionsanstalten werden nötig. Für 
die Volksgesundheit wird weiter durch Badeanstalten und städtische 
Krankenhäuser gesorgt. Um die Menschenmengen vor schweren Ge— 
fahren zu hüten, bedarf es eines wohlorganisierten Feuerlöschwesens. 
Der durch die Straßen flutende Bevölkerungsstrom will durch 
Straßenbahnen und mancherlei Maßnahmen recht geleitet sein. Riesige 
Massen von Nahrungsmitteln braucht der neue Stadtkörper: Marklt— 
hallen, Schlachthöfe entstehen. Aber sobald die materiellen Bedingungen 
für das äußere Zusammenleben der neuen Volksmenge geregelt sind, 
schweift der Blick sogleich weiter zu den Annehmlichkeiten: Garten— 
kunst schmückt Straßen und Plätze; Wald- und Parkanlagen werden 
errichtet; städtische Baukunst beginnt zu erblühen. Bald verlangt 
das geistige Leben seine Pflege: schon seit langen Jahrhunderten haben 
die Städte den Volksschulen große Förderung angedeihen lassen; jetzt 
wird die Sorge dafür erheblich verstärkt; neue Aufgaben treten in da 
GBründung der Fortbil dungs- und Fachschulen, der höheren Schul— 
anstalten bis zu den Hochschulen hinzu. Städtische Museen, 
Theater, Lesehallen, Bibliotheken werden eröffnet. 
Aber je heller und glänzender das Licht in dem Gesamtbilde der 
neuen Kultur der Städte wächst, desto schärfer und dunkler fallen auch 
die Schatten hinein. Schlimmste Armut, bitterste Not entstehen. Grauen— 
haftes Wohnungselend beginut sich breit zu machen. Bald ist es zu 
beklagen, daß ganze Volksteile sich in bewußter Abkehr dem neu ge⸗ 
gründeten Bau des Reichs entfremden. Nun gilt es für die Selbst— 
verwaltungen der Städte, erst recht mit verdoppeltem Eifer und Wollen 
tätig zu werden und sich den schönen Aufgaben des weiten Gebietes
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Zur Wirtschaftlichen Förderung Des Handwerks. Wilhelm Greven Buchdruckerei, 1914.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.