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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

Schuppen. Der Schlag des Dreschflegels wird um 1850 in Nürnberg, 
Augsburg, Ulm nahe an dem Rathaus gehört. 
Viel Mühe machen dem Rate die Borstentiere und ihr Schmutz, 
denn die Schweine fahren durch die Haustüren in die Häuser und suchen 
auf dem Wege ihre unsaubere Nahrung; der Rat verbietet zuweilen. 
Schweineställe an der Straße zu bauen — so 1421 in Frankfurt —, 
auch im reichen Ulm laufen die Schweine übelriechend auf den Straßen 
umher bis 1410, wo ihnen dies Recht auf die Mittagsstunde von 1112 
beschränkt wird. 
Die Hauptstraßen der Stadt sind hier und da gepflaftert, längs 
der Häuser besondere Steinwege, und vornehme Städte, wie Aachen, 
Nürnberg, Ulm halten städtische Pflasterer und lassen sich die Straßen— 
besserung etwas kosten. Aber nicht überall war man so weit, in Frank—⸗ 
furt wurden die Hauptstraßen bis 1399 nur durch Holzwellen, Sand 
und kleine Steine gebessert; doch muß der Weg oft schwierig gewesen 
sein, es gab für die Domherren eine gesetzliche Entschuldigung beim 
Konvent zu fehlen, wenn der Straßenschmutz arg war. Wer bei schlechtem 
Wetter ausging, fuhr in schwere Holzschuhe; von den Ratsherren wurde 
gefordert, daß sie diese vor der Sitzung auszogen. 
Schon die Gewohnheit, bei der Enge der Straßen den Rinnstein 
in die Mitte des Weges zu verlegen, muß in dieser Richtung verhäng— 
nisvoll geworden sein; dazu kamen die häufigen Viehtränken, die bis ins 
späte Mittelalter üblichen Ziehbrunnen mit ihren Wasserschütten, endlich 
aber und vor allem die große Unreinlichkeit der Bewohner. 
Wie die Straße, so entbehrte auch das mittelalterliche Haus fast 
noch durchweg jener reinlichen Behaglichkeit, welche jetzt im deutschen 
Bürgerhause gerade den vornehmsten Ausdruck gewonnen hat. 
Auf den Straßen sind die Brunnen häufig, es sind einfache Zieh— 
brunnen mit Rolle, Kette und Doppeleimer, wird der eine heraufgewunden, 
so fährt der andere zur Tiefe; wo gutes Wasser fehlt, sind die Städte 
seit ältester Zeit bemüht gewesen, reine Quellen und Bäche in die Stadt 
zu leiten. Auch an reichlichem Wasser hing das Gedeihen der Stadt 
Auf den Plätzen der Stadt standen bei laufenden Brunnen Schöpf⸗ 
tröge von Stein und Metall, und an gelegenen Stellen gefüllte Wasser⸗ 
bottiche für den Fall einer Feuersgefahr. 
Sehr unähnlich moderner Bauweise sind die Straßen der Stadt, 
sie ziehen sich in der Mehrzahl enge gewunden dahin; die Hauser sind 
oft klein, von Fachwerk gebaut, mit Stroh gedeckt, sie stehen mit dem 
Giebel auf die Straße, in der Regel nicht dicht aneinander, denn zwischen 
ihnen sind Schlupfe, in denen das Regenwasser abgeleitet wird. Die 
Eingänge sind häufig mit einer Halbtür versehen, über der Tür hängt 
an einem Schild das gemalte Zeichen des Hauses, oft wird der Besitzer 
nach seinem Hausbilde genannt. Die Häuserlinie läuft nicht glatt und
	        

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Studies in Securities. Jas. J. Oliphant & Co., 1927.
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