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Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

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Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

46 
schwere Zeit in dem Freiherrn von Stein; um ihn her scharten sich jene 
anderen, fanden in ihm ihren Vormann, ihre Einigung. Mit kühner 
Hand hoch am Steuer riß er das halbzerschellte Preußen in neue Bahnen; 
ihm galt es, durch Preußen Deutschland zu retten. Mit ihm zum ersten 
Male erhob Preußen, eben da es am tiefsten erniedrigt war, den Blick 
weit hinaus über die alte dynastische und Kabinettspolitik zu einer 
nationalen, deutschen; als Macht vernichtet, begann es sich als Staat neu 
zu gründen. Mit ihm begann das Volk Preußens sich als Volk zu 
fühlen und sich deutsch zu fühlen. Mit ihm begann jene großartige 
Umwandlung aller inneren Staatsverhältnisse, die man als den ersten 
Versuch bezeichnen darf, die bürgerliche Freiheit, wie sie Altengland ge⸗ 
rettet, mit der staatlichen Energie, die die Revolution geschaffen, zu ver— 
binden, oder richtiger die Machtvollkommenheit des Thrones sich ergänzen 
zu lassen durch die Staatsbürgerlichkeit des Volkes, den Staat in der 
Wahrheit seines sittlichen Berufes zu erfassen und auszuprägen, in diesem 
seine geschichtliche Bedeutung zu gründen.“ 
Ja wahrlich, es lohnt sich diese kühne Edelgestalt recht altdeutscher 
Art näher kennen zu lernen: seinen Lebensgang und seine Worte und 
Taten. Es sind unter den Männern jener Zeiten „wahrlich Heroen ohne 
Fehl und Tadel, zu denen man mit ehrfürchtiger Bewunderung aufschaut; 
leuchtendere Vorbilder gibt es nirgends in der Geschichte. Wer den 
Deutschen Erzieher empfehlen will, der mag sie an Stein und Scharn— 
horst weisen, und wer in hingebender Arbeit zu ermatten fürchtet, weil 
ihm scheinbar der Lohn versagt bleibt, der gedenke ihres entsagungs— 
vollen Ringens, dem der Dank der Nachwelt gefolgt ist“. — 
Eine Schilderung des Menschen Stein wollen wir jedoch in das nächste 
Kapitel verweisen, um hier zunächst sogleich weiter verfolgen zu können, 
wie die innere Gesundung Preußens nun vor sich ging. Diese Wiederauf— 
richtung Preußens ist eins der großartigsten Schauspiele der deutschen 
Geschichte, eine Lehre, was Willen und Wissen im Verein vermögen. 
Wir können hier nur kurz die Richtlinien der Reorganisation auf 
dem Gebiete der inneren Verwaltung und des wirtschaftlichen Lebens 
wiedergeben. Die großartige Neuordnung des Heeres lassen wir ganz 
beiseite. 
Ein Mann ist hierbei noch zu nennen: Hardenberg. Wir haben 
uns ja gewöhnt, die Reformen dieser Jahre mit einem Gesamtnamen 
als die Stein-Hardenbergischen zu bezeichnen. Beide Männer haben 
an der Wiederaufrichtung Preußens gearbeitet, freilich beide in ver— 
schiedenem Geiste, jeder nach seiner Art. 
Zunächst einige Bemerkungen zur allgemeinen Orientierung über 
den äußeren Gang der Dinge. Seit dem 14. April 1804 hatte 
Hardenberg als Minister die Leitung der auswärtigen Geschäfte über⸗ 
dommen. Am 27. Oktober desselben Jahres erhielt Stein das Finanz⸗
	        

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Entstehung Und Bedeutung Der Preußischen Städteordnung. Dürr, 1908.
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