Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

78 
gerührt und bewegt durch die Haltung, Art und Rede des ritterlichen 
Mannes in mein eignes Kämmerlein und mußte grübeln über eine An— 
wandlung von Erinnerungen, wo mir eben die Menschen und Dinge der 
Erinnerungen nicht kommen wollten. Diese Anwandlung von Erinne— 
rungen und Ähnlichkeiten und meine Grübelei nahm die folgenden Tage 
noch zu, bis ich es einmal plötzlich hatte und rufen mußte: Fichte! 
Ja mein Fichte, mein alter Fichte war es fast leibhaftig: dieselbe ge— 
drungene Gestalt, dieselbe Stirn, die auch bei Fichte zuweilen recht hell 
und freundlich glänzen konnte, dieselbe mächtige Nase bei beiden. Beide 
konnten freundlich sein, Stein noch viel freundlicher als Fichte; in 
beiden ein tiefer Ernst und zuweilen auch eine schreckliche Furchtbarkeit 
des Blickes, der bei dem Sohn des deutschen Ritters gelegentlich doch 
viel schrecklicher war als bei dem Sohn des armen lausitzer Webers. 
Der Freiherr Karl von Stein war mittlerer Größe, dem Kurzen 
(ein rechter Kurzbold) und Gedrungenen näher als dem Hohen und 
Schlanken, der Leib stark und mit breiten, deutschen Schultern, Beine 
und Schenkel wohl gerundet, die Füße mit scharfer Rist, alles zugleich 
stark und fein wie von altem Geschlecht, dessen er war; seine Stellung 
wie sein Schritt fest und gleich. Auf diesem Leibe ruhte ein stattliches 
Haupt, eine breite Stirne, wie die Künstler sagen, daß der große Mann 
sie häufig haben solle; seine Nase, eine mächtige Adlernase, unter ihr ein 
feingeschlossener Mund und ein Kinn, das wirklich ein wenig zu lang 
und zu spitz war. 
Hierbei sei ein für allemal gesagt und zwar gegen diejenigen, welche 
immer mit der feinsten, weißen Haut und den silberklarsten, blauen Augen 
als dem Urstempel des edelsten Menschen und dem echtesten Geniezeichen 
herankommen, daß die beiden größten Deutschen des 19. Jahrhunderts, 
Goethe und Stein, aus braunen Augen die Welt anschauten, mit dem 
Unterschiede, daß das Goethische Auge breit und offen meist im milden 
Glanze um sich und auf die Menschen herabschaute, das Steinsche, kleiner 
und schärfer, mehr funkelte als leuchtete und oft auch sehr blitzte. In der 
Regel sprach dieses Auge Freundlichkeit und Treue, aber wenn der Mann 
in sehr ernster oder gar, wenn er in zorniger Stimmung war, konnte 
es auch fürchterlich blitzen. Das war das Besondere bei dem edlen Ritter, 
daß sich auch bei der heftigsten Seelenbewegung auf seinem Gesichte gleich— 
sam zwei verschiedene Menschen abspiegelten. Seine Stirn, meistens auch 
sein Blick, wurden von dem Nebelgewölk des Verdrusses oder vollends 
von den düstern Donnerwolken des Zorns selten überzogen, dort leuchtete 
fast immer der klare, heitre Olymp eines herrschenden, bewußten Geistes; 
unten aber, um Wangen, Mund und Kinn, zuckten die heftigen empörten 
Triebe, die wohl an einen Löwengrimm mahnen konnten. Fast immer 
trat er die Menschen, auch die gewöhnlichen, die nur Gewöhnliches zu 
bringen und vorzutragen hatten, mit sehr freundlichem Ernst an, aber
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Ferdinand Lassalle. Verlag Ullstein & Co, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.