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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

9: 
als gleichberechtigt anerkannt wurden. Im Jahre 1873 wurde aber die 
schon seit längerer Zeit eingestellte Prägung der Silber-Dollars zu 
gunsten der Papierwährung gesetzlich verboten. Doch schon im 
Jahre 1878 war in den Anschauungen eine Aenderung eingetreten. 
Man wünschte den in jener Zeit gesunkenen Silberwert durch ausge- 
dehntere Silberprägungen wieder zu heben nnd bestimmte durch die 
sogenannte Blandbill, daß in jedem Monat für mindestens 2 Millionen 
Dollars zur Ausprägung gelangen sollten, und die Silber-Dollars wurden 
als gesetzliches Zahlungsmittel von neuem anerkannt. Als durch diese 
Maßregel der Zweck, den Silberwert zu erhöhen, nicht erreicht wurde, 
erhöhte man den monatlichen Ankauf von Silber durch die sogenannte 
Shermanbill vom 14, Juli 1890 auf 4%, Millionen Unzen pro Monat, 
doch schon 1893 wurde die Bill wieder aufgehoben. Thatsächlich be- 
stand mithin in den Vereinigten Staaten bis dahin die Doppel- 
währung, die allerdings eine hinkende war, da die Silberprägung nicht 
freigegeben wurde. Die sogenannte Bryanbewegung in der Wahl- 
campagne von 1895 ging darauf hinaus, die Silberprägung zu dem ge- 
setzlich fixierten Wertverhältnis von 1: 15,988 freizugeben. Durch die 
Wahl Mac Kinley’s wurde die Freigebung aber verhindert. Durch Ge- 
setz vom 13. März 1900 ist nun der Gold-Dollar zur Grundlage des 
amerikanischen Münzwesens erklärt. 
In dem britischen Indien besteht noch jetzt die Silber- 
währung, doch wurde 1893 die freie Silberprägung sistiert und der 
Wert der Silberrupie auf 16 P. fixiert, seitdem ist die Währung mithin 
eine hinkende. Augenblicklich ist die englische Regierung bestrebt, 
dort allmählich den Uebergang zur Goldwährung einzuleiten. Japan 
ist 1897 von der Silber- zu der Goldwährung übergegangen. Oester- 
reich hat durch das Gesetz von 1893 einen Anlauf genommen, nicht 
nur die Papierwährung zu beseitigen, sondern sie durch «die Gold- 
währung zu ersetzen, indem der Papiergulden zum festen Wert von 
1,70 Mk. in Gold angesetzt wurde. In der gleichen Weise hat Ruß- 
land begonnen, sich durch Gesetz von 1897 von der Papierwährung 
zu befreien und das Papier durch Gold zu ersetzen, nach dem Ver- 
hältnis von 100 Rubeln zu 216 Mk. So ist in der neueren Zeit in der 
Verbreitung der Goldwährung ein wesentlicher Fortschritt gemacht, das 
Silber ist thatsächlich demonetisiert und damit fast auf die gleiche 
Stufe, wie etwa das Kupfer degradiert. 
Untersuchen wir nach dieser Darstellung der thatsächlichen Ver- 
hältnisse die theoretische Seite der Frage, 
Bedeutung 
2äiner einheit- 
lichen Basis 
ür den inter- 
natıonalen 
Verkehr 
$ 36. 
Die theoretische Grundlage der Währungsfrage. 
Das Natürliche und Wünschenswerte ist unzweifelhaft, daß ein 
Metall die Grundlage für den gesamten internationalen Haudelsverkehr 
bildet, also das gleiche Währungsmetall in der gesamten civilisierten 
Welt acceptiert wird. Denn jede Verschiedenheit zwischen zwei in 
Handelsbeziehungen stehenden Ländern erschwert die Zahlung und bringt 
Schwankungen in den Wert der Zahlungsmittel, wodurch die Speku- 
lation zu einer unsicheren wird. Das Bedürfnis, mit den Ländern, mit 
welchen die hauptsächlichsten Handelsbeziehungen bestehen, die gleiche 
Zahlungsgrundlage zu erlangen, veranlaßte Deutschland, im Jahre 1871 
lie Silberwährung aufzugeben und die Goldwährung zu acceptieren, die
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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