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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

153 
lösung präsentiert, sondern sie seinem Bankier zur Einziehung über- 
giebt. Diese Bankiers und kleineren Banken haben wieder bei den 
größeren Centralbanken ihre Kontis, denen sie ihre Wechsel und 
Checks zur Uebertragung auf ihr Guthaben einliefern. 
Die großen Banken wiederum in London haben schon seit den 
70er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine gemeinsame Abrechnungs- 
stelle, das Clearinghouse, eingerichtet, wohin sie an bestimmten Stunden 
des Tages die bei ihnen zur Einlösung eingelieferten Checks einsenden. 
Dort werden sie von den Clearingbeamten mit den Forderungen und 
Gegenforderungen der beteiligten Banken zusammengestellt, und die zu 
fordernden und zu zahlenden Ueberschüsse festgestellt, Die bei dem 
Clearinghouse beteiligten Banken haben nun ihrerseits bei der Bank 
von England ihr Girokonto, auf welches jene festgestellten Ueber- 
schüsse zur endgültigen Ausgleichung übertragen werden. Auf diese 
Weise konzentrieren sich die Zahlungen innerhalb Londons, aber auch 
aus dem größten Teil des Landes in bedeutendem Maße, schließlich 
in dem Bankbuche der englischen Bank, und werden vollzogen, ohne daß 
Barmittel hierzu zur Anwendung gelangen. Schon in den 60 er Jahren 
wurde festgestellt, daß bei jenen großen Depositenbanken Londons nur 
5% der Depositen als Kassenbestand gehalten zu werden brauchte. 
G, Cohn giebt an (a. a. O0. 8. 607), daß von 23 Mill. Pf. St., welche bei 
einem Londoner Bankhause im Laufe eines Tages zum Umsatz gelangten, 
gegen 21 Mill. durch Clearings und Checks, nur eine Million durch 
Ban Sen kaum ein Siebentel einer Million durch Münze gezahlt 
wurde. 
Im Jahre 1883 hat die deutsche Reichsbank eine ähnliche Ein- 
richtung ins Leben gerufen, indem sie mit den bedeutendsten Bank- 
häusern in Berlin ein Abkommen wegen täglicher Ausgleichung der 
wechselseitigen Geldverpflichtungen nach Art des dargelegten Clearing- 
verfahrens, wie der technische Ausdruck lautet, im Wege der „Skon- 
tration“ traf, Den Inhabern eines Girokontos bei der Reichsbank 
wurde zur Pflicht gemacht, ihre Wechsel entweder bei der Reichsbank 
oder bei einem Bankhause, welches mit ihr in täglicher Abrechnung 
steht, zahlbar zu machen, also auf diese Weise die Zahlungen zu kon- 
zentrieren, und diese regelmäßig bei der Abrechnungsstelle zur Be- 
gleichung zu bringen. In dem Girobuche der Reichsbank vollzieht sich 
dann die endgültige Uebertragung. Aehnliche Einrichtungen befinden 
sich in Hamburg, Bremen, Frankfurt a. M. und einzelnen anderen 
Städten Deutschlands. Auch Oesterreich, Italien und Frankreich haben 
auf europäischem Boden ihre Clearingeinrichtungen. In großartigem 
Maßstabe hat sie sich in New York und Melbourne entwickelt. Der 
Gesamtumsatz im Clearinghouse zu London belief sich 1878 auf 
1992 Mill. Pf. St., 1901 auf 9766 Mill. Pf. St.; in demselben Jahre in 
New York 333,6 Milliarden Mk. In Deutschland kamen in neun Ab- 
rechnungsstellen 1884 1979 Stück zur Abrechnung mit 12 Milliarden Mk. 
Im Girokonto gut geschrieben wurden 3,1 Milliarden. 1901 waren die 
Zahlen an 10 Stellen 5,4 Mill. Stück, 28,9 Milliarden Betrag. 
Einen bedeutsamen Schritt zur Erweiterung des Checkverkehrs 
hat die österreichische Regierung im Jahre 1883 unternommen, indem 
sie den Einlegern bei der Postsparkasse gestattete, über ihr Guthaben 
mittels Checks zu verfügen, wodurch sowohl die Benutzung der Post- 
sparkasse, wie die Verwendung der Checks eine sehr erhebliche Er- 
weiterung erfuhr. Noch 1885 waren nur 6877 Kontoinhaber im Check- 
YNearing- 
house.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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