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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

Object: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
53 
Relativität, der Wert doch stets eine wirkliche innere Qualität des Objekts 
„zur Voraussetzung hat“. Er will aber mit diesen, ihm oft vorgeworfenen 
Worten nach unserer Ansicht nur sagen, daß unser Wunsch eine bestimmte 
Eigenschaft des Objekts voraussetzt, was unbestreitbar ist, — jedoch in 
der Annahme, daß diese Eigenschaft in der Einbildung bestehen kann, 
woran Turgot nicht gedacht zu haben scheint. 
Möglich, daß Turgot Condillac inspiriert hat, möglich aber auch, 
daß er selbst von Galiani inspiriert worden ist, dessen 20 Jahre früher 
erschienenes Bu.ch, das er übrigens zitiert, schon eine sehr feine psycho 
logische Analyse des Wertes enthält, die ihm Nützlichkeit und Seltenheit 
als Grundlage gibt. Diese Ansichten über den Wert sind nicht die einzigen, 
die, Turgot von den Physiokraten trennen: es gibt noch viele andere, so 
d<kß es gerechter und genauer wäre, Turgot ein besonderes Kapitel zu 
Widmen 1 ). Allgemein gesprochen, sind sie moderner und nähern sich denen, 
'die Adam Smith aufgestellt hat. Aus Raummangel müssen wir uns damit 
begnügen, die hauptsächlichsten Lehren, in denen Turgot sich von den 
Physiokraten unterscheidet, anzuführen: 
1. der grundlegende Gegensatz zwischen der Produktivität der Land 
wirtschaft und der Sterilität der Industrie wird, wenn nicht ganz auf 
gegeben, so doch wenigstens in seiner Bedeutung sehr verringert; 
2. das Großgrundeigentum verliert seinen Rang als eine Einrichtung 
göttlichen Rechtes. Er verzichtet sogar darauf, sich auf die sog. Grund 
vorschüsse zu berufen: es stützt sich nur noch auf eine Tatsache, die Besitz- 
er greifung — Okkupation — und auf die öffentliche Nützlichkeit; 
3. dagegen nimmt das bewegliche Eigentum, wie alle Erzeugnisse der 
Arbeit, einen hervorragenden Platz ein. Die Rolle des Kapitals ist sorg 
fältiger analysiert und die Rechtfertigung der Zinsen endgültig durch 
geführt. 
Die Ergänzung der Lücken und die Verbesserung der Irrtümer der 
Physiokraten findet sich aber hauptsächlich in dem Buche, das der Abbe 
Condillac, über 60 Jahre alt und als Philosoph schon berühmt, 1776 
Veröffentlichte. Das Werk: Le Commerce et le Gouvernement con- 
sid6r6s relativement l’un ä l’autre (Handel und Regierung in ihrem 
gegenseitigen Verhältnis zueinander) ist ein wundervolles Buch, das im 
Valeur estimative (den wir individuellen Wert nennen würden, valeur individuelle), 
und dem angenommenen Wert (valeur appreciative, den wir sozialen Wert, valeur 
sociale, nennen können). Der erstere wird von der Zeit oder Mühe, die wir dafür auf 
zuwenden bereit sind, bestimmt, so daß hier der Begriff des Arbeitswertes (valeur- 
travail) erscheint. Was den angenommenen Wert anlangt, so unterscheidet er sich 
von dem anderen nur dadurch, daß er ein durchschnittlicher Schätzungswert — valeur 
estimative moyenne — ist“. 
0 Obschon sich Turgot einen Schüler Quesnay’s nannte, hat er sich doch stets 
abseits der physiokratischen Schule gehalten, die er etwas wegwerfend als Sekte be- 
zeiclinete.
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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