Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Nationalökonomie (Teil 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

bei Homer kennen die Griechen keine Abwechslung in den Speisen. 
Brot, Fleisch und Wein treten überall in der gleichen Weise bei allen 
Mahlzeiten auf, während heutigen Tages die Speisen in der mannig- 
fachsten Weise hergestellt werden. Für die feinen Diners liefern die 
verschiedensten Weltteile ihre Beiträge, und Tausende arbeiten an 
der Herbeischaffung mit. Man vergleiche die einfache Art, mit der 
lie primitiven Völkerschaften ihre Blößen bedecken, und die enorme 
Arbeit, die erforderlich ist, um heutigen Tages die Balltoilette einer 
Dame herzustellen. Das Wesentlichste aber ist, daß der Mensch sich 
abenso erfinderisch erweist, sich seine Arbeit zu erleichtern und mit 
weniger Mühe seine Befriedigungsmittel zu beschaffen, wie er nach er- 
leichterter Arbeit wiederum beständig thätig ist, in sich neue Bedürf- 
nisse zu erwecken, um sich damit neue Arbeit zu schaffen. Sobald 
lie Nähmaschine erfunden war, wurden die Toiletten komplizierter, so 
laß sie noch mehr Arbeit erforderten mit Unterstützung der Maschine, 
als vorher ohne dieselbe. Seit die Stickmaschine erfunden ist, werden 
Stickereien überall bei der gewöhnlichen Kleidung angebracht, wie bei 
Dekorationsgegenständen u. s. w., wo man sie bis dahin nicht kannte; 
und auch die mittleren und unteren Schichten der Bevölkerung fangen 
an, mehr und mehr davon Gebrauch zu machen. Die Verbesserung 
ler Geschosse führte zur Ausbildung der Panzer. Je dicker und härter 
die Panzerplatten, um so größer werden die Kanonen und Geschosse 
zemacht. Die Verbesserung der Beleuchtung zunächst vereinzelter 
Läden, öffentlicher Lokale regte in der Bevölkerung die Verbesserung 
ler Beleuchtung in den Wohnungen an, die Erhellung jedes Winkels 
n den Zimmern nötigt zu einer besseren Ausstattung der Räume; eine 
Vervollkommnung bedingt die andere. Was zunächst exceptioneller 
Luxus war, wird bald zum allgemeinen täglichen Gebrauch. Das Bei- 
spiel der bevorzugten Klassen regt allmählich die mittleren und unteren 
Klassen zur Nachfolge an. Justus von Liebig sagt gelegentlich 
in seiner „Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie“, 
as sei eine triviale selbstverständliche Wahrheit, daß, wenn der Mensch 
sein Nahrungsbedürfnis ohne Arbeit aus der Luft befriedigen könnte, 
jede wirtschaftliche Thätigkeit, wie jeder wirtschaftliche und soziale 
Unterschied der Klassen, der Gegensatz von Arm und Reich, von 
Herren und Dienern mit einem Schlage aus der Welt geschafft sein 
würde. Das ist ein großer und sehr bezeichnender Irrtum. Denn, 
brauchte der Kulturmensch nicht mehr für die Nahrung zu sorgen, so 
würde er sofort seine sonstigen materiellen Bedürfnisse, ganz besonders 
aber die geistigen steigern, sich damit immer neue Aufgaben stellen, 
der Ungleichheit in der Schaffenskraft einen gleichen - Spielraum ge- 
währen und damit der wirtschaftlichen Thätigkeit ebenso große, wenn 
auch veränderte Entfaltung gestatten, damit aber zugleich zur Aus- 
bildung der Klassengegensätze die gleiche Grundlage gewähren. 
Diese Erkenntnis ist aber für die ganze Auffassung des wirtschaft- 
lichen Lebens hochbedeutsam und geradezu entscheidend. Die Adam 
Smithsche Schule kam vielfach zur falschen Auffassung, weil sie 
Jieses Moment nicht genügend berücksichtigte, die menschlichen Be- 
lürfnisse als für große Perioden feststehend annahm, wie wir später 
wiederholt zu zeigen haben werden. Die Beurteilung unserer modernen 
wirtschaftlichen Entwickelung wird durch die Berücksichtigung des 
Dargelegten eine optimistischere sein. Auch einer stark zunehmenden 
Bevölkerung wird durch die Entwickelung der Bedürfnisse noch die
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Nationalökonomie. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.