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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

2 
und zu summieren, Während dagegen die Aufhäufung des Kapitals 
in einem Lande fast unbegrenzte Dimensionen annehmen kann; wie in 
England, Holland oder in einer Stadt als Fabrikanlagen, oder in der 
Lombardstreet in der City von London in großen Bankgeschäften, 
um von da aus für alle Weltteile zu arbeiten und sich das in reichem 
Maße bezahlen zu lassen. Das Kapital ist somit das bedeutsamste 
Mittel, den Wohlstand zu erhöhen, und ohne dasselbe ist er in engen 
Grenzen gehalten. Das Kapital ersetzt die menschliche Arbeitskraft 
und nimmt den Menschen das rein Mechanische der Thätigkeit mehr 
und mehr ab. Daß das Weberschiffchen sich von selbst bewegt, was 
Aristoteles für die Voraussetzung der Beseitigung der Sklaverei an- 
sah, ist in der neueren Zeit fast erreicht, und damit allerdings der 
Mensch gewaltig entlastet. Erst durch das Kapital ist der Mensch im- 
stande, die Natur erfolgreich zu beherrschen und, was als Zeichen höherer 
Kultur anzusehen ist, erfolgreich Vorsorge für die Zukunft zu treffen. 
8 17. 
Die Vereinigung der drei Faktoren in den Gewerben. 
Werner Sombart,!) Der moderne Kapitalismus. Bd.I: Die Genesis des Kapi- 
jalismus. Leipzig 1902, 
Die drei Produktionsfaktoren können vereinzelt nichts leisten. Nur Verhältnis 
in ihrer Vereinigung sind sie in der Volkswirtschaft von Bedeutung, der Faktoren 
Je nach der Kulturstufe und den bestimmten wirtschaftlichen Verhält- im Gewerbe. 
nissen finden wir aber die Zusammensetzung sehr verschieden gestaltet. 
Bald ist der eine, bald der andere Faktor im Uebermaß vertreten oder 
in unzureichender Weise. In den Ver, Staaten Nordamerikas, 
in Mexiko, auch in dem Innern Rußlands finden sich Land- 
strecken, unterirdische KErzlager, die aus Mangel an Arbeitskräften 
nicht verwertet werden können. Noch mehr ist das in den erwähnten 
Ländern, dann in der Türkei, Persien, Rumänien aus Mangel an 
Kapital der Fall; während dagegen in den Hauptländern des euro- 
päischen Kontinents überschüssige Arbeitskräfte vorhanden sind, die 
sich in das Ausland wenden, um dort eine bessere Verwertung zu 
suchen; wie namentlich die jüngeren Söhne der Bauern, deren Erb- 
teil nicht ausreicht, hier sich anzukaufen, nach Amerika hinüber wan- 
dern, um dort eine eigene Scholle zu gewinnen und ihre Selbstän- 
digkeit zu bewahren. Besonders aus England, Holland, dann auch 
aus Frankreich und Deutschland werden fortdauernd Kapitalien 
in die mehr zurückgebliebenen Länder gesendet, um dort eine lukra- 
tivere Anlage zu finden, indem sie die disponiblen Naturkräfte zur 
Verwertung beranziehen. So liegt überall das Streben vor, eine Aus- 
gleichung zwischen den verschiedenen Ländern herbeizuführen, um 
die drei Faktoren in einem angemessenen Verhältnis auftreten zu lassen. 
Sie wirken dann vereinigt in einzelnen Produktionsgruppen, und diese 
gesonderten Gruppen, in welchen einzelne Menschen oder Sozietäten 
sich zur Verbindung der einzelnen Kraftteile vereinigen, heißen Ge- 
werbe. Ueberall, wo von einer Volkswirtschaft die Rede ist, sind 
die Gewerbe vorhanden, und in diesen zusammenwirkend die drei 
Faktoren. Mit der Entwickelung der Kultur treten aber Verschie- 
bungen in der Wirksamkeit der einzelnen. Faktoren hervor. Auf der 
ersten Entwickelungsstufe überwiegt die äußere Natur. Die mensch- 
I) Das bedeutsame Werk konnte leider nicht mehr von uns benutzt werden,
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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