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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

a 
worfen sind und eine ganz ungleiche wirtschaftliche Bestimmung haben. 
Diese Untersuchung muß, um zu befriedigen, die größte Ausdehnung 
erfahren, was sich bisher als unausführbar erwiesen hat. . Die zum 
Konsum fertigen Waren verändern sich in ihrer Qualität beständig in 
weitgehendstem Maße. Die Preisveränderungen derselben sind zum 
großen Teil hierauf zurückzuführen, nicht aber auf Veränderungen des 
Geldwertes. Sind die Zeuge, aus welchen unsere Kleidung hergestellt 
wird, gröber oder feiner geworden, so muß sich auch bei sonst gleich 
gebliebenen Verhältnissen der Preis verändern, weil die Produktions- 
kosten andere waren. Ist das Brot aus feinerem Mehle hergestellt als 
sonst, so kann es gleichfalls nicht zum selben Preise geliefert werden 
wie früher, und es giebt erfahrungsgemäß nur außerordentlich wenige 
Gegenstände, die nicht in der neueren Zeit .irgend welche Verände- 
rungen erfahren haben. Wir haben deshalb in dem privatwirtschaft- 
lichen Haushalte nur sehr wenige Bedarfsobjekte, beı denen Gleich- 
artiges gegenüberzustellen ist. Man ist bei dieser Untersuchung in der 
Hauptsache auf Rohmaterialien angewiesen, also, auf eine besondere Kate- 
gorie von Waren, welche eine Sonderstellung in der Volkswirtschaft 
einnimmt. Für dieselben haben wir in der allgemeinen Statistik fast 
nur die Engrospreise, nicht aber die Detailpreise. Auch dieses ist 
eine beachtenswerte , Unvollkommenheit in der Grundlage der Unter- 
suchung. Es ist ferner einleuchtend, daß man nicht das arithmetische 
Mittel der Preise der verschiedensten Waren nehmen kann, ohne zu 
Fehlschlüssen zu gelangen. Summieren wir den Preis des Weizens 
pro Zentner mit dem von Gewürzen, den Preis der rohen Wolle mit 
dem von Spitzen, so wird der Einfluß der ersteren völlig zurück- 
gedrängt, während Gegenstände, welche in der Volkswirtschaft eine 
ganz untergeordnete Rolle spielen, den Durchschnitt in hohem Maße 
beeinflussen. Auch privatwirtschaftlich wird das Bild verschoben, weil 
in einer Häuslichkeit im Jahre nur eine ganz geringe Summe für Ge- 
würze ausgegeben wird, eine ganz erhebliche dagegen für Weizen. Es 
ist deshalb unumgänglich notwendig, auch die Quantitäten zu berück- 
sichtigen, welche in dem Lande zur Verwendung gelangen. Also die 
angefähr im Jahre verbrauchte Quantität Weizen und ebenso die an 
Gewürzen. Der Einfluß einer Veränderung des Geldwertes wird aber 
bei den verschiedenen Gesellschaftsklassen je nach ihrem Einkommen 
and ihrer Lebensweise ein außerordentlich verschiedener sein. Man 
wird die Preise anderer Gegenstände heranziehen müssen, wenn man 
die Einwirkung auf die Arbeiterklasse konstatieren will, als wenn man 
die Mittel- oder die wohlhabende Klasse dabei im Auge hat. Der- 
artige Untersuchungen sind natürlich außerordentlich schwierig und 
bisher noch nicht in ausreichender Weise durchgeführt. Wir können 
deshalb thatsächlich die Schwankungen des Geldwertes nicht mit irgend 
welcher Genauigkeit statistisch messen und daher überhaupt nicht 
übersehen. 
Droduktions- Die Entwertung des Geldes braucht aber auch nicht von dem 
bedingungen Edelmetalle: ausgegangen zu sein, sondern die Ursache kann in den 
al als Veränderungen der Produktion der Waren liegen, oder in sonstigen 
1 Geld weete- Einflüssen, welche die Preise von wesentlichen Gütern beeinflussen. 
bestimmung. Alle Momente, welche die Produktion verbilligen, werden die Kauf- 
kraft des Geldes erhöhen, alle diejenigen, welche die Produktion oder 
die Ausgaben für das Leben verteuern, werden in der gleichen Weise 
auf eine .Entwertung des Geldes hinarbeiten. In einem Lande, in dem
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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