Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Nationalökonomie (Teil 1)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

75 
Fall bei den Rentiers, die ihre festen Zinsen beziehen und natürlich 
darunter leiden, wenn dieselbe Summe nicht mehr die gleiche Kauf- 
kraft hat, und sie daher nicht mehr so gut davon leben können als 
bisher. Ebenso stehen die Verpächter eines Gutes, die Vermieter 
eines Hauses da, wenn die Miete für längere Frist fest bestimmt ist. 
In der gleichen Lage befinden sich auch die Beamten, deren Gehalt 
noch eine lange Zeit dieselbe Höhe zu behalten pflegt, auch wenn die 
Kaufkraft desselben wesentlich gesunken ist. Dasselbe ist von den 
Arbeitern zu sagen, Man weiß, welche schweren Kämpfe es den 
Arbeiter kostet, eine Lohnerhöhung durchzusetzen, und es ist eine That- 
sache, daß bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die Löhne ein halbes, 
ja ein ganzes Jahrhundert und darüber in vielen Branchen und Gegenden 
so gut wie unverändert geblieben sind, obgleich die Preise aller Lebens- 
bedingungen inzwischen nicht unbedeutend gestiegen waren, so daß 
der Arbeiter bei demselben Lohne erheblich schlechter stand. Durch 
die allgemeine Preissteigerung gewinnt dagegen vor allen Dingen der 
Landwirt, der noch lange Zeit hindurch dieselben Löhne und die 
gleichen Zinsen zahlt, während ‚seine Einnahmen erheblich steigen. 
Muß er auch seine Bedürfnisse höher bezahlen, so fällt dieses doch 
viel weniger ins Gewicht als die Steigerung der Preise seiner Pro- 
dukte. Er verkauft viel mehr als er kauft. Aus der Differenz hat er 
die Löhne zu zahlen, die Verzinsung des angelegten Kapitals zu be- 
streiten. Eben darauf beruhte das gewaltige Aufblühen der Landwirt- 
schaft in den 50 Jahren von 1825—75, Auch die Industriellen und 
Kaufleute stehen sich in solchen Zeiten gut, bis die Löhne gestiegen 
sind, und die zunächst niedrig gebliebenen Herstellungskosten allmählich 
mit den gesteigerten Warenpreisen in Harmonie gesetzt sind. Durch 
die Erwartung einer weiteren Steigerung der Preise ist die Spekulation 
animiert, man arbeitet nicht nur für den unmittelbaren Bedarf, sondern 
darüber hinaus, und die Kaufmannschaft ist geneigt, Einkäufe auf 
Vorrat, Bestellungen für die Zukunft zu machen und gute Preise zu 
bieten. In solchen Zeiten ist das ganze wirtschaftliche Leben besonders 
angeregt und die produktive Klasse in günstiger Lage. 
Die Preissteigerung der Waren, allmählich auch der Löhnung der 
menschlichen Arbeit regt zu erhöhter Thätigkeit an, der gesteigerte 
Erwerb hebt die ganzen Lebensansprüche und fördert die Kultur. Die 
erweiterte Nachfrage nach Waren erstreckt sich nicht gleichmäßig auf 
alle Güter, Einige werden vernachlässigt, andere in einem höheren 
Maße begehrt, und dieses bewirkt erhebliche Verschiebungen in der 
Industrie und auch in den Einkommensverhältnissen, die sich erst all- 
mählich wieder ausgleichen können. Steigen die Löhne der unteren 
Klassen und damit die Kaufkraft derselben, so erhöht sich nicht die 
Nachfrage nach Kartoffeln oder Getreide, sondern in höherem Maße 
nach Fleisch, vielleicht nach alkoholischen Getränken; jedenfalls nach 
Produkten der Textilindustrie, aber auch wohl weniger nach den 
gewöhnlichen Baumwollstoffen, als nach schönerer, feinerer Qualität 
von Leinen- oder Wollenzeugen. Doch kann der Aufschwung ge- 
wisser Gewerbskategorien auch zur Verbesserung ihrer Lage durch die 
erweiterte Nachfrage nach Arbeitskräften verhelfen, die namentlich in 
der neueren Zeit leicht zu einer Lohnerhöhung führt, und dies beein- 
fiußt wieder die Nachfrage derselben nach ihren Bedarfsartikeln. Die 
Erhöhung der Preise, die Erniedrigung des Geldwertes wirkt daher 
sehr ungleich und in schwer zu berechnender Weise. Ist der Zustand
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Nationalökonomie. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.