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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

selben Stufe wie die Miterben stehen und umgekehrt, wenn es sich nur 
um die Teilung des Reinertrages handelt. Hier liegt allerdings 
der Fall vor, dass man aus dem Grundstück Kapital herausziehen 
will und dem Besitzer zumutet, Kapital zu zahlen, wo dasselbe nicht 
vorhanden ist, wenn den Miterben das Recht eingeräumt wird, 
Kapitalauszahlung zu verlangen. Liefert ein Grundstück 4000 M. 
Reinertrag und es sind vier Erben vorhanden, so hat jeder den An- 
spruch auf je 1000 M. Rente, das vermag das Gut zu liefern und der 
Grundbesitzer zu zahlen. Spricht man dagegen jedem Erben 25 000 M. 
zu und räumt jedem das Recht ein, die eingetragene Summe nach 
einem oder ein paar Jahren zu kündigen und Auszahlung zu verlangen, 
so vermag das Gut dieses nicht zu leisten und in den meisten Fällen 
auch nicht der Besitzer. Man mutet ihm zu, was der Natur seines 
Besitztums nicht entspricht Weist man dagegen die Miterben allein 
auf Rente an, so ist eben auch die Unkündbarkeit damit ausgesprochen, 
welche der Natur der Sache nach von den Miterben zugestanden 
werden muss, und dem Uebernehmer erst ein gesicherte Stellung giebt. 
Nur wenn er die Rente nicht zu zahlen vermag, muss er allerdings 
einem leistungsfähigerem Landwirte Platz machen, von dem dann 
auch Kapitalszahlung verlangt werden kann. 
Ein naheliegender Einwand dagegen dürfte sein, dass für viele 
Miterben das Kapital selbst von höchster Wichtigkeit ist, z. B. für 
einen Kaufmann, einen Industriellen oder Handwerker, der das Kapital 
gebraucht, um sich selbständig zu machen, oder einen Landwirt, um sich 
anzukaufen, während sie mit der Rente sich keine Selbständigkeit 
schaffen können. Rodbertus selbst hat schon den Ausweg der Er- 
richtung von Rentenbanken angegeben, welche die Vermittlung über- 
nehmen sollen und über die Beträge Rentenbriefe ausstellen, welche 
den Berechtigten ausgehändigt und von ihnen gegen Kapital verkauft 
werden können, da sich stets Liebhaber dafür finden, denen nur an 
dem Bezuge von Renten gelegen ist. Auf solche Weise könnte die 
Erhaltung des Gutes in der Familie wesentlich erleichtert werden, 
ohne die Miterben zu schädigen. 
Kapitel III. 
Landwirtschaftliches Kreditwesen. 
Grundkredit, 
$ 22. 
Das Wesen des Agrarkredites. 
In unserer Zeit der Kreditwirtschaft ist für den Landwirt eine 
Erleichterung des Kredites von höchster Bedeutung, und wir haben 
deshalb zu untersuchen, in welcher Weise er denselben in Anspruch 
zu nehmen genötigt ist, und wie seinen berechtigten Anforderungen 
am zweckmässigsten entsprochen werden kann, 
Der Landwirt nimmt unter unseren Verhältnissen bei grösseren 
Gütern fast stets, bei mittleren und kleineren meistens, bei dem Ankauf 
und bei erblicher Uebernahme Kredit in Anspruch; entweder, weil 
er ein grösseres Gut zu erwerben strebt, als er bar bezahlen kann, 
oder weil er einen "Teil seines Vermögens als Betriebskapital in der 
Hand behalten will, um damit eine Hebung der Wirtschaft durch-
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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