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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

140 
Bedeutung erlangt hat; bei weitem am meisten aber in Deutschland, 
wo es von jeher fester organisiert wurde und sich weit länger in der 
alten Form, dann in wesentlich verschärfter Einengung erhalten hat, 
als in anderen Ländern, Der Einfluss des Zunftwesens ist daher für 
das wirtschaftliche und soziale Leben Deutschlands ein weit grösserer 
gewesen, als in den anderen Ländern, weshalb begreiflicher Weise die 
deutsche Litteratur darüber die grösste Ausdehnung erlangt hat, und 
die Tradition in keinem Lande so mächtig bis in die Gegenwart 
hinein wirkt, als gerade hier. 
Wie aus dem Ursprunge leicht erklärlich ist, hatten die Hand- 
werker überall zunächst auch in den Städten nur eine niedere Stellung. 
Auch die freien Handwerker gehörten einer unteren Arbeiterklasse an 
und standen infolgedessen in einem Gegensatz zu den Patriziern, den 
alten Grundbesitzern und Gründern der Städte oder ‚dem eingesessenen 
Adel. Diese hatten allein die Herrschaft, d. i. die Stadtverwaltung in 
der Hand, und die folgenden Jahrhunderte sind angefülll mit dem 
Kampfe beider Klassen um die Herrschaft, Die Zunftorganisation war 
das wesentlichste Mittel der Handwerker ihre Macht in diesem Kampfe 
zu heben, allmählich Sitz und Stimme in dem Rate der Stadt zu er- 
langen und diesen, wie das in Süddeutschland öfters der Fall war, 
völlig in die Hand zu bekommen und ihn zu beherrschen. 
Die Gründung der Zünfte in den Städten ging zwar, wie wir 
sahen, in der Hauptsache von den freien Handwerkern selbständig aus, 
und entwickelte sich aus dem Zustande der Gewerbefreiheit, aber sie 
konnten sich nicht selbständig konstituieren, sondern die Aufstellung, 
oder wenigstens die Genehmigung der Zunftrollen, das sind ihre Sta- 
tuten, geschah durch den Rat der Stadt, oder auch, wie wir sahen, 
durch den Grundberren; später namentlich unter Verleihung bestimmter 
Privilegien durch den Fürsten, Zunächst war sie in Deutschland, 
mit oben erwähnten Ausnahmen, eine rein städtische Angelegenheit, 
In England dagegen behielten die Könige sich das Konzessionsrecht 
selbst vor und hatten deshalb einen viel durchgreifenderen Einfluss 
auf die Organisation, dann aber auf die ganze Handhabung der zünft- 
lerischen Macht. Eben deshalb haben sie in England niemals so 
ausarten können, wie das auf deutschem Boden der Fall gewesen ist. 
Auch in Frankreich hat die Staatsgewalt weit früher unmittelbar in 
diese Verhältnisse eingegriffen und dadurch die Ausbildung eines Zunft- 
zwanges gemindert. 
Die Zünfte haben auch im Laufe der Zeit, wenn wir jetzt Deutsch- 
land ins Auge fassen, grosse Wandlungen erfahren. Man kann sie 
daher nur verstehen, wenn man die historische Entwickelung verfolgt 
and sie sich gegenwärtig hält. Die verschiedenen Urteile über die 
Zünfte sind eben darauf zurückzuführen, dass ein Jeder ein anderes 
Stadium im Auge hat, Die modernen Handwerker, welche sich nach 
der Zunftorganisation zurücksehnen, denken dabei an die Blütezeit der 
Zünfte Ende des Mittelalters. Alle diejenigen, welche das Zunftwesen 
bekämpfen, haben den Zustand im Auge, der hier am Ende des acht- 
zehnten und zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts vorhanden war. 
Bei der historischen Verfolgung haben wir nun verschiedene Phasen 
der Entwickelung festzustellen. Zuerst kommt die älteste Zeit in Be- 
tracht, welche das zwölfte und dreizehnte Jahrhundert umfasst,
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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