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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

zu dem Glauben verleiten lassen, dass sich in jener Zeit und noch 
später die Handwerker überall im Wohlstande befunden hätten. Das 
ist sicher ein Irrtum. Unsere Urkunden stammen meist aus den grossen 
Städten, die in besonderer Blüte standen. Mit ihnen beschäftigt sich 
daher meistens der Historiker. Dort war Reichtum vorhanden. An 
den kleinen Orten teilte der Handwerker aber die Dürftigkeit seiner 
Umgebung und war insbesondere dem grossen Wechsel im wirtschaft- 
lichen Leben und den häufigen Notständen unterworfen, welche die 
grosse Abhängigkeit von der Natur und der Schutzlosigkeit gegen die 
Launen derselben mit sich brachten. 
Hatte hie und da der in Zünften organisierte Handwerkerstand 
bereits damals versucht, sich in den Rat der Stadt einzudrängen, um 
einen Einfluss auf die städtische Verwaltung zu gewinnen — wir er- 
innern an die blutigen Kämpfe der Gewerbetreibenden gegen das 
Patriziat der Stadt um 1259 in Köln, etwas später in Worms, 
Ulm, Freiburg i. B. u. s. w. — 80 erweiterte sich diese Bewegung 
ganz allgemein in dem 14. Jahrhundert, welches erfüllt ist von 
dem Ringen um die Stadtherrschaft. Hierbei kam den Zünften 
die Organisation zu militärisch geschulten Bataillonen wesentlich zu 
Statten, welche die Verteidigung der Stadt mit zu übernehmen hatten 
und bei den Kämpfen mit den umwohnenden Grossen eine wich- 
tige Rolle spielten. Kein Wunder, wenn sie dadurch ihrer Macht 
sich mehr und mehr bewusst wurden und in Zeiten der Not der 
Stadt, dem Patriziat Konzessionen abzuringen vermochten, indem sie 
diese zur Vorbedingung ihrer Hülfe machten. Ebenso haben die 
Landesfürsten und Kaiser wiederholt in ihrer Bedrängnis sich die 
militärische Hülfe der Zünfte durch Erteilung besonderer Privilegien 
an dieselben gegen die Stadtobrigkeit zu erkaufen gewusst, wie z. B. 
Ludwig der Bayer. 
Diese Zunftbataillone fielen zwar in den grossen Städten öfters 
mit den gewerblichen Zünften zusammen, in den kleineren Städten 
aber nicht. Es wurden vielmehr verschiedene Zünfte bei den mili- 
tärischen Organisationen mit einander verschmolzen. Gleichwohl liegt 
wohl allgemein ein innerer Zusammenhang zwischen den gewerb- 
lichen Zünften und den Verteidigungskorps der städtischen Bürger 
vor. Es trug dieses sicher dazu bei, auch anderen Berufszweigen 
zünftlerische Örganisationen zu geben, so dehnte es sich auch auf 
Totengräber, Spielleute, Lehrer, Notare, Aerzte etc, aus, die sich dann 
den militärischen Korporationen der Handwerker anschlossen. 
Von besonderem Interesse ist es aber, die weitere Entwicklung 
der Zünfte und speziell in gewerblicher Hinsicht zu verfolgen, denn es 
kann keinem Zweifel unterliegen, dass es gerade ‚dieser Organisation 
zu verdanken ist, dass das deutsche Gewerbewesen sich zu einer solchen 
Blüte erhob, wie wir es in der damaligen Zeit beobachten können. Die 
Einrichtung und die Wirksamkeit der Zünfte in dieser Blütezeit sind 
es gewesen, welche dem Zunftwesen bis zur Gegenwart hin in der 
Wissenschaft wie in der Praxis einen so ehrenvollen Platz verschafft 
haben und bewirken, dass bis zum heutigen Tage die Handwerker 
selbst immer wieder mit Sehnsucht darauf zurückblicken und darin 
die einzige aber sichere Hülfe sehen, um aus der modernen Kalamität 
herauszukommen. 
Militärische 
)rganisation.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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