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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Die Regierung im Kampfe gegen die Sozialverischerung

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Regierung im Kampfe gegen die Sozialverischerung
  • Title page
  • I. Die österreichischen Regierungen und die Sozialversicherung
  • II. Die Selbständigenversicherung
  • III. Die Zentralisation der Invaliden- und Altersversicherung
  • IV. Die Bezirksstellen und die Verwaltungskosten der Sozialversicherung
  • V. Die Ausschließung der Arbeiter von der Verwaltung der Sozialversicherung
  • VI. Die Verschlechterung der Unfallversicherung
  • VII. Unsere offizielle Versicherungsmathematik

Full text

22 
steigenden Lohneinkommen relativ abnehmen läßt. In der untersten Lohn 
klasse bewegt sich die Rente je nach der Beitragszeit zwischen 73 und 93 Prozent, 
in der höchsten Lohnklasse dagegen zwischen 16 und 27 Prozent des mittleren 
Lohneinkommens. Nur der niedrig und niedrigst entlohnte Arbeiter kann dem 
nach, wenn er in den Bezug der Invalidenrente tritt, seine Lebenshaltung 
unverändert aufrecht erhalten, während der höher bezahlte Versicherte eine 
förmliche Deklassierung erfährt, wenn er in den Genuß der Invalidenrente 
gesetzt wird. Aber nicht nur, daß die Rente nicht einmal annähernd den Ersatz 
für den Lohnausfall bietet, sie hindert ihn auch, eine seinen Fähigkeiten 
entsprechende Beschäftigung zu suchen, falls er nicht der Rente verlustig 
gehen will. 
Auch in Oesterreich wird es wohl so kommen, daß für den Wiener 
Arbeiter, etwa in einer Maschinenfabrik, bei günstiger Konjunktur selbst nach 
30- bis 40jähriger Prämienzahlung die Invalidenrente von maximal X 354 
bis X 480 jährlich einen geringeren Anreiz bieten wird, als für den landwirt 
schaftlichen Arbeiter in Galizien mit einer Jahreseinnahme von K 229 die 
Invalidenrente von K 156 bis K 168. Diese absolut so niedrige Rente bietet 
den Vorteil größerer Stetigkeit und Sicherheit, als das wechselnde Lohn 
einkommen, das von vielerlei Zufällen abhängig ist. Der galizische landwirt 
schaftliche Arbeiter kann sich auch ein Nebeneinkommcn verschaffen, ohne den 
Verlust der Rente befürchten zu müssen. Bei der großen Bedeutung der 
Familienarbeit und des Naturaleinkommens ist eine Ueberwachung der Rentner, 
wie sie bei den städtischen Arbeitern stattfindet, hier gar nicht denkbar. 
Ich muß also freilich negieren, daß die Zahl der voraussichtlichen Renten 
fälle in Galizien so gering sein wird, als dies die Regierungsvorlage auf 
Grund des Altersaufbaues annehmen mußte. Gerade Galizien wird bei Durchführung 
der Riskengemeinschaft mit Rücksicht auf die niedrige Lebenshaltung der 
Bevölkerung der Reichsinvalidenkasse gar manche harte Nuß zu knacken geben. 
Ein Moment von großer Bedeutung für das Maß der Inanspruchnahme 
der Invalidenrente ist auch die Krankenversicherung. Die Entwicklung hat cs 
dahin gebracht, daß heute in Deutschland wie in Oesterreich zahlreiche Invalide 
durch Wechsel der Krankenkasse jahrelang im Bezug der Krankenunterstützung 
bleiben, die viel höher ist als die Invalidenrente. Auch damit erkläre ich den 
geringeren Andrang nach Invalidenrente in den Landesversicherungsanstalten 
mit vorwiegend industriellem Charakter im Deutschen Reiche. Ich deduziere 
daraus auch, daß in Oesterreich die gleiche Erscheinung zutage treten wird, 
wenngleich auch die Krankenversicherung der landwirtschaftlichen Arbeiter, im 
Gegensatze zum bisherigen Zustand, eingeführt werden soll und der Abstand 
zwischen der Krankcnunterstützung und der Invalidenrente auf dem Lande weit 
geringer sein wird, als in der Stadt. 
Ich darf nicht unerwähnt lassen, daß eine teilweise Ausgleichung zu 
Ungunsten der städtischen Versicherten durch die Tuberkulose herbeigeführt wird. 
Die Tuberkulose besitzt zwei Eigentümlichkeiten: sie ist eine Krankheit der 
jüngeren Altersklassen und sie ist eine städtische Krankheit in höherem Maße als 
eine ländliche. Sie wird mehr Jnvalidenfälle in der Stadt bewirken als auf 
dem Lande, mehr in den jüngeren als in den höheren Alterjahrsgängen. 
Eine weitere Ausgleichung der Riskenverschiedenheit zugunsten der höheren 
Altcrsjahrgänge tritt durch die Betriebsunfälle ein. Die Erfahrung lehrt, daß 
bei den höheren Altersjahrgängen seltener Unfälle eintreten, als bei den 
jüngeren. Da die Vorlage über die Sozialversicherung die Invalidenversicherung 
mit den Renten für Betriebsunfälle belastet, so gewinnt auch diese Quelle von 
Rentenansprüchen erhöhte Bedeutung.
	        

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Die Regierung Im Kampfe Gegen Die Sozialverischerung. Verlag des “Arbeiterschutz”, 1911.
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