Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

L64 
Handwerker- 
proletariat. 
ist aber natürlich in jedem Augenblick im Stande, dem Handwerker 
den Boden zu entziehen. 
Eine dritte, gerade in Deutschland ausserordentlich verbreitete 
Gruppe bilden die kleinen, selbständigen Meister und Gesellen, die un- 
mittelbar für Kunden arbeiten, hier und da auch zugleich für grössere 
Geschäfte, also als Hausindustrielle thätig sind und teils ohne Gehülfen, 
teils nur mit einem Lehrling ihre Thätigkeit ausführen. Man braucht 
nur an die grosse Zahl der kleinen Schuhmacher und Schneider, Tisch- 
ler, aber auch Maler, Dekorateure, Sattler u. s. w. zu denken, die 
überall verbreitet sind. 1882 wurden in Deutschland noch 1,9 Mill- 
onen Personen gezählt, die ganz ohne Gehülfen als selbständige Ge- 
werbetreibende aufgeführt wurden. Das waren nicht weniger als 
26,1 % der Gewerbetreibenden im engeren Sinne. 1895 wurde die 
Zahl auf 1714251 angegeben, da sich inzwischen die Zahl der Ge- 
werbetreibenden erheblich vermehrt hatte, nur 16,7 %,. Ks ergiebt 
sich, dass diese Kategorie mehr und mehr im Schwinden begriffen ist, 
und ‚es ist zu untersuchen, von welcher Bedeutung dieses ist. 
Unzweifelhaft ist ein grosser Teil von diesen auf dem Lande 
in den kleinen Landstädten, wie schon ausgeführt, ganz unentbehrlich 
und sie erfüllen eine volkswirtschaftliche Aufgabe. Auch in den 
zrossen Städten sind eine Anzahl von ihnen durchaus am Platze, 
namentlich wenn sie entweder eine Nebenbeschäftigung haben, z. B. 
als Hausmann den Eingang bewachen, wobei sie ihre Thätigkeit unge- 
stört fortsetzen können, oder wenn sie sich durch besondere Soli- 
dität und Brauchbarkeit ihrer Leistungen das Vertrauen der Umwohner 
erworben haben und zu kleineren und grösseren Dienstleistungen in 
der Nachbarschaft herangezogen werden. Dieselben können dann sehr 
wohl angemessene Beschäftigung finden und ganz gut situiert sein. 
Oder, was sich in der neueren Zeit allgemeiner findet, diese kleinen 
Leute übernehmen bestimmte Arbeiten für grosse Unternehmungen als 
Heimarbeiter, Tischler z. B., indem sie bestimmte Möbelstücke, Kleider- 
schränke, oder Cylinderbüreaus mit besonderer Sorgfalt anfertigen und 
in die Magazine liefern, sobald ein Stück fertig gestellt ist. Da- 
neben übernehmen sie Arbeit für Privatkunden, die in der Regel 
besser bezahlt wird, und bald ist das eine, bald das andere die 
Hauptsache für sie. Auf diese Weise finden sie gleichmässig dauernde 
Beschäftigung. 
Ausser diesen existiert nun aber gerade in Deutschland eine 
sehr bedeutende Zahl völlig ausgebildeter kleiner Meister und wohl 
noch häufiger halbausgebildeter Gesellen, die sich vorzeitig selbständig 
machen und nun ein überaus elendes Dasein führen, indem es ihnen 
aicht gelingt, eine dauernde gleichmässige Beschäftigung zu erlangen. 
Ihre Zahl ist viel zu gross für den Bedarf, und ein erheblicher ”Leil 
von ihnen hat keine wirtschaftliche Berechtigung. Zu ihnen gehört 
eine Zahl von heruntergekommenen Meistern, die eine Zeit lang viel- 
leicht ausreichende Beschäftigung gefunden haben, sie dann aber, sei 
es infolge ihrer Untüchtigkeit oder infolge übermässiger Konkurrenz 
verloren haben. Bei diesen kann man sehr häufig finden, dass der 
alte Zünftlerstolz ihr Unglück ist. Sie können es nicht über sich ge- 
winnen, ihre Selbständigkeit aufzugeben und hungern lieber, als dass sie 
sich als Gehülfen in ein grösseres Unternehmen einstellen lassen. Es
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Übervölkertes Land. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung, 1923.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.