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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

36 
der Bildung stehen und deshalb im grossen Ganzen nicht darauf 
rechnen können, einmal selbst in die Stellung des Unternehmers zu 
zelangen, zumal der Unternehmer heutigen Tages nicht nur über 
Bildung und Intelligenz, sondern auch über erhebliche Kapitalien 
verfügen muss, welche der Arbeiter nur durch ganz besondere 
Umstände begünstigt zu erlangen vermag. Bei dem Handwerk 
hat der Meister die Lehrlings- und Gesellenzeit durchgemacht 
und ist erst dann in die höhere Stellung eingerückt. Jeder 
Lehrling kann hoffen, nicht nur Geselle, sondern auch einmal Meister 
zu werden. Der Meister ist derselben Gesellschaftsklasse entsprungen, 
wie seine Gehülfen, arbeitet mit ihnen als ihresgleichen. Zu einem 
prinzipiellen Klassengegeansatz liegt deshalb kein Grund vor. Es ist 
aur der Interessengegensatz des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers, 
der hier und da zu einem Kampf um den Lohn führt, wie er schon 
in dem Mittelalter und in allen folgenden Jahrhunderten stattgefunden 
hat, ohne darum zu einem Klassengegensatz zu führen, Ganz anders 
ist es in unserer Zeit bei dem Grossbetrieb, wo die grosse Masse der 
Arbeiterbevölkerung, wie dargelegt, in einem begreiflichen Gegen- 
satz zum Unternehmer durch Besitz, Bildung und Hoffnungslosig- 
keit steht, weil hier kein allmählicher Uebergang und keine Ueber- 
brückung vorliegt. Dagegen bildet sich allerdings zwischen Beiden 
eine neue Mittelklasse heraus, die berufen ist, einen Ersatz für den 
mittleren und kleineren Handwerker zu bieten, und die nicht allgemein 
die nötige Beachtung gefunden hat. Diese Zwischenstufe wird durch 
die besonders vorgebildeten Beamten, in den grösseren kaufmännischen 
Beamtenklasse 5 ogohäften, wie Fabrikunternehmungen gebildet. In einer Maschinen- 
in Fabrikunter-, x x . » . . . 
nehmungen. 9auanstalt sind es die Ingenieure, die Buchhalter, die eine höhere 
Bildung haben müssen, und daher auch gut bezahlt werden, besser, als 
ähnliche Beamte in früheren Zeiten und gar in der Gegenwart der 
Handwerker, die nach ihrer gesellschaftlichen Stellung und ihrem Ein- 
kommen dem höheren Mittelstande einzugliedern sind. Nach der Be- 
rufsstatistik von 1895 waren uneben 1,774,375 selbständigen Unter- 
aehmern und Leitern 263,745 Beamte thätig; in Handel und Verkehr 
neben 843,557 Selbständigen 261,907 Beamte; und diese Zahl vermehrt 
sich fortdauernd. Sie ist als ein wesentlicher Ersatz für den im Hand- 
werk nach dem Verhältnis zur Bevölkerung verminderten Mittelstand 
anzusehen, und nimmt eben unseren Verhältnissen entsprechend eine 
höhere Stufe ein als die Verdrängten. 
In einer jeden grossen Fabrik ist dann eine bedeutende Zahl 
von Leuten beschäftigt, welche einfach eine handwerksmässige Aus- 
ildung erlangt haben und sich nach Bildung und Verdienst dem mitt- 
‚eren Handwerk angliedern, das sind in einer Maschinenbauanstalt die 
Former, Giesser, Modelltischler, Schlosser, die sich meistens durchaus 
zut stehen und gleichmässige Beschäftigung und Verdienst haben, wenn 
sie sich als tüchtig erweisen, nur dass ihnen die Selbständigkeit fehlt. 
Sie stehen in persönlicher Abhängigkeit von dem Unternehmer, und es sind 
enge Schranken in der Thätigkeit, der Lebensstellung, im Verdienste 
vorhanden, über welche sie im Allgemeinen nicht hinausgelangen 
können. Doch ignoriert man bei dem Vergleiche mit dem selbständigen 
Handwerker zu sehr die Abhängigkeit von dem Publikum. Auch da 
sind im allgemeinen dem Emporarbeiten auf eine höhere Stufe schwer
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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