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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

99 
Eigentümlich- 
keit der mo- 
dernen Be- 
wegung,. 
alter in dem Hörigkeitsverhältnis, in der Scheidung zwischen Adel und 
Bürger, dem städtischen Patriciat und der übrigen Bevölkerung, zwischen 
den Mitgliedern der Zunft und den unzünftigen Arbeitern, auf dem 
Lande zwischen Grundherren!und Hörigen, Das sind alles weit schroffere 
Unterscheidungen als sie die Gegenwart kennt, und es ist vielmehr 
eine Errungenschaft des letzten Jahrhunderts, die Kulturstaaten von 
diesen alten Banden befreit zu haben. Die Errungenschaften der 
französischen Revolution sind eben politische Freiheit und Gleichheit, 
wie ebenso wirtschaftliche Freiheit und Selbständigkeit, bis auf geringe 
Reste Beseitigung der Klassenvorrechte und damit die Möglichkeit 
für einen Jeden, einen Uebergang zu den anderen Klassen zu finden 
und sich durch eigene Tüchtigkeit emporzuarbeiten. Niemand kann 
verkennen, dass nach dieser Richtung die Verhältnisse sich unendlich 
verbessert haben und die Grundlagen der alten Klassengegensätze mehr 
und mehr beseitigt sind, wenn man auch demgegenüber zugestehen 
muss, dass der Zustand politischer und wirtschaftlicher Freiheit Anlass 
zu neuen Gegensätzen geboten hat, wie sie durch die Ungleichheit des 
Besitzes, des Wissens und der Intelligenz begründet sind und in dem 
sozialen und wirtschaftlichen Kampfe hervortrelen. Sie können aber 
niemals die unüberbrückbare Kluft früherer Zeiten herbeiführen. 
Worin liegt es, dass gleichwohl im Allgemeinen die früheren 
Zeiten eine soziale Frage nicht aufzuweisen haben und noch weniger 
in der modernen Weise? So lange die alten Einrichtungen als unab- 
änderliche aufgefasst und resigniert ertragen wurden, fehlte dem Gegen- 
satze der bedrohliche Charakter, und es lag deshalb kein zu lösendes 
Problem vor. Trotz der grossen Menge der Sklaven in der Blütezeit 
Griechenlands und Roms fehlte es an einer entsprechenden Bewegung, 
das Verhältnis zu lösen. Erst als die Sklaven sich ihrer Macht bewusst 
wurden, ihre Stellung als eine Ungerechtigkeit empfanden, und das 
Joch abzuschütteln trachteten, bildete sich auch damals eine soziale 
Frage heraus, die zum Beispiel in den Sklavenkämpfen des Spartakus 
und anderen einen prägnanten und kriegerischen Ausdruck fand. In 
der gleichen Weise sind die Bauernkriege im 16. Jahrhundert ein 
Zeichen des durchbrechenden Klassenbewusstseins, und in den bekann- 
ten Artikeln, in welchen die Bauern ihre Forderungen aufgestellt hatten, 
hat man ein Dokument, was von ihnen als Ungerechtigkeit tief em- 
pfunden wurde, und was davon vom objektiven Standpunkte aus als 
berechtigt anerkannt werden muss. 
Je nach der Kulturstufe, auf der sich die betreffende Klasse 
befindet, werden natürlich andere Ansprüche anerkannt werden müssen. 
Dieselben Einrichtungen sozialer und politischer Natur, dieselben 
wirtschaftlichen Ergebnisse, die eine lange Zeit ruhig ertragen wurden, 
können infolge eines Kulturfortschrittes als unhaltbar empfunden wer- 
den und den Anlass zu einer intensiven Bewegung geben. Die soziale 
Frage der Gegenwart hat sich deshalb nicht in den Ländern entwickelt, 
in denen die Lage der unteren Klassen am traurigsten war, sondern 
in denen, welche den schnellsten Aufschwung genommen haben, und 
daher auf der höchsten Kulturstufe stehen: in England, Frankreich 
und Deutschland, nicht aber in Russland, der Türkei und auch nicht 
in Italien. So lange der russische Bauer mit dem dürftigsten Unter- 
halt zufrieden ist, wenn er sich ab und zu noch an Schnaps berauschen
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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