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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

- 195 —- 
kann. So lange der Neapolitaner nach nichts weiter strebt, als die 
heimische Sonne in Ruhe geniessen zu können und ab und zu als 
Luxusspeise Maccaroni zu erlangen, so lange ist die Bevölkerung für 
eine tiefgreifende Bewegung nicht reif, wie sie eine soziale Frage schafft. 
In der gleichen Weise ist in den Hauptkulturländern die Opposition 
nicht von den untersten Schichten ausgegangen, den ungelernten Ar- 
beitern, nicht von denen der Landbevölkerung, sondern in den Städten 
von den vorgeschrittensten und bestbezahlten, wie den Buchdruckern, 
Maschinenbauern, Bauarbeitern etc. Die Frauenfrage hat sich nicht 
hei den Fabrikarbeiterinnen, Näherinnen, Dienstboten entwickelt, son- 
dern in den besser situirten Bürgerkreisen, die auf einer höheren Bil- 
dungsstufe stehen. Die soziale Frage ist deshalb nicht, wie sie viel- 
fach bezeichnet wird, als eine einfache Magenfrage, sondern als eine 
Kulturfrage anzusehen. 
$ 43. 
Die Ursachen der modernen Arbeiterbewegung. 
Nach dem Gesagten ist die Ursache der modernen Bewegung 
nicht in einer Verschlechterung der materiellen Lage der betreffenden 
Klasse zu suchen, vielmehr unterliegt es gar keinem Zweifel, dass sich Die soziale 
dieselbe in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts in den in Frage ein 
Betracht kommenden Staaten allgemein bedeutend verbessert hat. Sie We des 
s . . « . as z ulturfort- 
ist vielmehr zu suchen in der erweiterten geistigen Bildung der unteren hrittes, 
Klassen, die wir hauptsächlich dem verallgemeinerten und verbesserten 
Schulunterricht zu verdanken haben. Die Ausbildung des Intellekts 
schliesst, wie schon in der Einleitung dieses Bandes ausgeführt wurde, 
naturgemäss auch eine Erweiterung der allgemeinen Lebensansprüche in 
sich, die auch die rapide Entwickelung des Volkswohlstandes nicht 
entsprechend zu befriedigen vermochte. Die wirtschaftliche Leistungs- 
fähigkeit der einfachsten Arbeiter z.B. hat nicht Schritt gehalten mit 
der Ausbildung ihrer Genussfähigkeit, obgleich infolge der grossen Er- 
findungen der Neuzeit weit mehr durch den einzelnen Arbeiter produ- 
ziert werden kann als früher. Es ist aber im Auge zu behalten, dass 
die Hauptarbeit in der volkswirtschaftlichen Produktion heutigen Tages 
nicht durch physische, sondern durch geistige Kräfte geschieht. Hat 
man aber durch den obligatorischen Schulunterricht den geistigen Fort- 
schritt in den unteren Klassen von Seiten des Staates gefördert, so 
wird man denselben die Berechtigung nicht absprechen können, nun 
auch höhere Lebensansprüche zu machen. Damit erkennen wir aus- 
drücklich auch die Berechtigung der Bewegung an, welche eine Besse- 
rung der Lage der unteren Klassen noch in einem höheren Masse, als 
sie bisher zu erreichen war, erstrebt, und ferner, dass die dadurch 
herbeigeführte soziale Frage das Ergebnis eines Kulturfortschrittes 
ist, und daher in der Hauptsache optimistisch, nicht aber pessimistisch 
beurteilt werden muss. Wir werden noch Gelegenheit haben, das Unzu- 
reichende der vorliegenden Verhältnisse näher zu charakterisieren, als 
es bereits geschehen ist, um damit den Nachweis zu führen, dass im 
[nteresse der weiteren Kulturentwicklung vor allem an einer Besserung 
der Lage der untersten Klasse gearbeitet werden muss. 
Conrad. Grundriss d. vpolit. Oekonomie., II. Teil. 3. Aufl.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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