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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

201 
Arbeiterbevölkerung in grosser Ausdehnung von Arbeitgebern, Subal- 
‚ernbeamten u. 8. w. ausgesetzt ist, wodurch der Klassengegensatz in 
beklagenswerter Weise verschärft wird. 
Noch wird in Deutschland und namentlich im Nordosten der Ar- 
beiter als eine Art Höriger angesehen, und wenn sich auch in dem 
letzten halben Jahrhundert das Verhältnis wesentlich gebessert hat, so 
bleibt der gegenwärtige Zustand noch immer ein Anachronismus, den 
man erst klar übersicht, wenn man sich im Auslande aufgehalten und 
den Unterschied zwischen England, Amerika, Frankreich einerseits, 
Deutschland andererseits kennen gelernt hat. Charakteristisch ist es, 
dass man im Jahre 1848 erst anfing, den gemeinen Soldaten von seiten 
der Offiziere mit Sie anzureden; noch vor 20 Jahren war es allge- 
meiner Usus, die Dienstboten zu dutzen, In den östlichen Provinzen 
Preussens kam noch vor 50 Jahren auf dem Lande allgemein die 
Prügelstrafe zur Anwendung und mit Entrüstung wurde derjenige an- 
gesehen, der die Behauptung aufstellte, dass dieselbe entbehrlich sei 
and beseitigt werden müsste. Auch hiervon sind heutigen Tages nur 
noch vereinzelte Reste übrig geblieben, aber doch ist die brutale 
Behandlung des Landarbeiters durch die Inspektoren und sonstigen 
Beamten ein Hauptgrund der Auswanderung in die Städte und in das 
Ausland, ‘daher eine Ursache der jJändlichen Arbeiternot. Aber auch 
in den industriellen Kreisen wird es noch meistens als ein unerhörtes 
Verlangen angesehen, dass die Unternehmer mit den Arbeitern pak- 
tieren und mit ihnen als Gleichberechtigte verhandeln sollen. Auch 
hier ist es die Missachtung, welche der Arbeiter mehr und mehr em- 
pfindet und der er sich zu entziehen sucht, die ihn in solcher Aus- 
dehnung aus Deutschland nach Amerika treibt, wo er als Gentleman 
behandelt wird, so lange er sich als solcher beträgt, wodurch auch der 
deutsche Arbeiter dort in kurzer Zeit zu einem besseren Benehmen er- 
zogen wird, so dass er sich auch ohne Scheltworte und Strafen genau 
so dem strengen Regimente des Leiters fügt wie in Deutschland. 
Diese Missachtung der Arbeiterklasse, die so viel zur Verschärf- Polizeiliche 
ung des Klassengegensatzes beiträgt, zeigt sich aber auch noch in derUnterdrückung 
Gesetzgebung und insbesondere in der polizeilichen Handhabung der- (es Arbeiters. 
selben gegen den Arbeiterstand. Wenn noch gegenwärtig den Arbeiterver- 
einigungen die Korporationsrechte versagt werden, auch wenn sie sich 
von politischen Bestrebungen frei halten, wenn ihre Versammlungen 
besonderer polizeilicher Ueberwachung unterworfen werden und mit 
oder ohne Veranlassung aufgelöst werden, So muss das die Klasse 
naturgemäss in Opposition zu der Staatsgewalt, dem modernen Staate 
überhaupt und der sie beherrschenden Gesellschaft bringen, während von 
einem solchen Gegensatze in England z. B. keine Rede ist, und wie 
Liebknecht einmal ausdrücklich erklärte, weil der englische Staat dem 
Arbeiter gar keine Veranlassung dazu gäbe. Der Arbeiter beansprucht 
as naturgemäss als sein gutes Recht, sich mit seinesgleichen darüber be- 
raten zu dürfen, wie er seine Verhältnisse bessern kann, und sieht den 
als seinen Feind an, der es ihm unmöglich macht, auf dem Wege der 
Association Produktivunternehmungen mit eigenem Vermögen und 
Grundbesitz durchzuführen, allein aus Furcht er könnte dabei poli- 
tische Nebenabsichten haben, und diese mit Hülfe der zusammenge- 
brachten Mittel kräftiger verfolgen. Während ihm frei steht zu lesen, 
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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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