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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

Förderung der Bildung ist daher die Gefahr verbunden, Disharmonie 
and Unzufriedenheit hervorzurufen, wenn die Möglichkeit der Befrie- 
digung fehlt, oder nicht ein Gegengewicht geboten wird. Dazu kommt, 
dass eine jede Ausbildung der geistigen Fähigkeiten eine Verfeinerung 
des Nervensystems in sich schliesst, welche sowohl eine Steigerung 
der Lustempfindung, wie der Unlust ermöglicht. Schon rein physisch 
wird die «Schmerzempfindung eine grössere, Das Kind, das seinen 
Schmerz rückhaltlos äussert, leidet bei derselben Operation weit 
weniger als der Erwachsene; es hört nach kurzer Zeit zu schreien auf, 
während dieser Stunden, ev. Tage nachher noch zu leiden hat. Auch 
der Proletarier empfindet nicht die gleichen Schmerzen, wie jeder Chirurg 
weiss, als der Gebildete. Ebenso ist auf geistigem Gebiete dem letz- 
teren eine weit grössere und nachhaltigere Empfindung der Freude 
eigen, aber auch eine viel tiefere Trauer. Er fühlt sich weit leichter 
verletzt und leidet unter Verhältnissen, die den Ungebildeten garnicht 
berühren. Er kann deshalb viel tiefer unglücklich werden als jener. 
Die Bildung allein bietet daher keineswegs eine grössere Garantie des 
Glückes und der Zufriedenheit, sondern gewährt nur die Möglichkeit 
eines reineren, höheren Glückes, zugleich aber auch eines viel stärkeren 
Gefühls des Unglücks. Der höher Gebildete ‚steht dem Ungebildeten 
yegenüber, wie der Erwachsene dem Kinde. Damit ist zugleich zum 
Ausdruck gebracht, dass man deshalb nicht die Unbildung bewahren 
kann, um die Gefahr zu vermeiden; so wenig wie man sich selbst 
gewünscht hat und seinen Kindern wünschen kann, dauernd Kind zu 
oleiben. 
Bedeutung der Aus dem Gesagten ergiebt sich die Notwendigkeit, nach einem 
Charakter- undAusweg zu suchen, und dieser findet sich in der Ausbildung des 
Jemütsbildung Charakters und des Gemütes, als Gegengewicht zur Entwicklung des 
Verstandes. Nur dadurch kann erreicht werden, dass die Entwicklung 
der Genussfähigkeit nicht zu Neid und Missgunst führt, unbe- 
friedigte Bedürfnisse, wie schwere Schicksalsschläge die innere Har- 
monie nachhaltig rauben und dem Menschen die nötige Widerstands- 
fähigkeit gegen die unvermeidliche Unbill des Lebens bewahrt wird. Es 
ist nun eine allgemeine Erfahrung, dass man bei der grossen Masse 
der Menschen dieses nur durch eine religiöse Erziehung zu erreichen 
vermag, und die menschliche Natur im allgemeinen eines solchen An- 
haltes nicht entraten kann. Die Gewohnheit, sich mit Ruhe in das 
Unvermeidliche zu finden und sich unter eine höhere Autorität zu 
beugen, kann man dem Kinde nur auf diese Weise einflössen und es 
damit für das Leben angemessen ausrüsten. Die alte, liberale Rich- 
tung, welche alles von der Entwicklung des Verstandes und deshalb 
von der Schule erwartete und alles durch sie zu erreichen hoffte, ging 
deshalb fehl. Sie bedarf einer Ergänzung durch. Erziehung, wie sie 
nur in der Familie und durch dieselbe erreicht werden kann, und es 
ist eine Hauptaufgabe und eine der schwierigsten, auf diese den ent- 
sprechenden Einfluss zu gewinnen, und dies wird nur durch die Kirche 
zu erreichen sein. 
Die Fürsorge für Schule und Kirche wird damit ausdrücklich 
zu den Hauptaufgaben des Staates gezählt. Wenn man aber vielfach 
für die grosse Masse der Bevölkerung, die in der Hauptsache durch
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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