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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 307 -—- 
sein. In der That haben die bisherigen Versuche in Bern, St. Gallen 
und in Köln gezeigt, dass ohne Zwang nur diejenigen der Versicherung 
beitreten, welche ihre Entlassung erwarten. Der Zudrang wird also 
ein ausserordentlich grosser in der Zeit rückläufiger Konjunkturen, es 
beteiligen sich nur die untüchtigeren Elemente daran, deshalb ist auch 
hier eine längere Wartezeit notwendig, also mindestens die Zahlung 
der Beiträge während eines Jahres, bevor etwas aus der Kasse zu 
empfangen ist, dann aber der Zwang zur Beteiligung für ganze Kate- 
gorien der Gewerbe. ; 
Nur durch eine allgemeine Beteiligung der Betriebe sowie der 
Arbeiter kann das Risiko genügend ausgeglichen, und können die 
nötigen Summen zusammengebracht werden. Georg Schanz ist nun 
noch einen Schritt weiter gegangen und hat einfach einen allgemeinen 
Sparzwang für die Arbeiterbevölkerung verlangen wollen. Das heisst 
allerdings das Verfahren ausserordentlich vereinfachen, aber auch auf 
jede Differenzierung verzichten, an die Stelle der Versicherungsbeiträge 
Steuerzahlungen setzen und, was die Hauptsache ist, die ganze Last 
auf die Arbeiterbevölkerung allein abwälzen, was wir nicht für gerecht- 
fertigt halten können. 
Wir gehen von dem entgegengesetzten Standpunkte aus, dass die 
Kosten der Arbeitslosigkeit in der Hauptsache nicht den Arbeitern, 
sondern den Unternehmern aufzubürden sind, und die Arbeiter und die 
öffentlichen Kassen nur aus anderen praktischen Rücksichten zur Hülfe 
heranzuziehen sind. Die Unternehmer haben davon den grössten Nutzen, 
wenn ihnen eine grosse Auswahl an Arbeitskräften zur Verfügung 
steht, und sie stets nur so viel beschäftigen, als ihnen im Momente 
Ueberschüsse liefern, während sie die Thätigkeit einschränken, sobald 
die Konjunkturen ungünstiger werden und es dann den Gemeinden oder 
gar der Privatwohlthätigkeit überlassen, für die Beschäftigungslosen zu 
sorgen. Das heisst nichts anderes, als einen Teil des Gesamtarbeits- 
lohnes, der für die Erhaltung der Unternehmungen notwendig ist, aus 
der Tasche anderer Volkskreise zahlen zu lassen. Wird dieses all- 
gemeiner durchgeführt, so ist eben der Arbeitgeber in der Lage, auch 
für die kurze Zeit der Beschäftigung einen verhältnismässig zu niedrigen 
Lohn zu zahlen, während es die Aufgabe ist, denselben so zu steigern, 
dass er eben nicht nur für die Arbeitszeit, sondern auch für die Zeit 
der Musse zum Unterhalt für die Bevölkerung ausreicht. Es können 
natürlich weit höhere Reinerträge gewonnen werden, wenn sofort bei 
steigenden Preisen die Fabrikunternehmungen ihre Thätigkeit erweitern, 
Massen von Arbeitern, namentlich aus ländlichen Distrikten zur Hülfe 
heranziehen und mit einer mässigen Erhöhung des Lohnes abspeisen, 
um sie dann nach einiger Zeit wieder abzustossen. Unter diesen Um- 
ständen muss es unzweifelhaft die Aufgabe sein, die Unternehmer in 
den Zeiten mit günstigen Einnahmen zu Zahlungen zu veranlassen, aus 
denen die Arbeitslosen zu unterhalten sind, um eine Ausgleichung herbeizu- 
führen. Thatsächlich sind bei uns die Löhne nicht dem Risiko der Ar- 
beitslosigkeit hinreichend angepasst; d. h. der Arbeiter bezieht nicht 
den höheren Verdienst, der ihn für die zu erwartende Beschäftigungs- 
losigkeit schadlos hält, und der Arbeiter seinerseits ist noch zu wenig 
daran gewöhnt, aus momentan reichlichen Einnahmen genügend beiseite 
zu legen, um die Zeit der Musse angemessen überstehen zu können. 
DN* 
Sparsystem. 
internehmeı 
als Träger 
der Last.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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