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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 398 — 
1789 trat der erste Kongress der Ver. Staaten zusammen, durch welchen 
aine feste Zentralregierung ins Leben gerufen wurde, und kurze Zeit 
larauf wurde auch schon ein allgemeines Tarifgesetz beantragt, um 
Jurch die Zölle einen methodischen Einfluss auf die heimische In- 
dustrie zu gewinnen. Noch in demselben Jahre 1789 kum ein fester 
Tarif zustande. Der Zeitrichtung entsprechend wurden sämtliche einge- 
führte Artikel, die nicht besonders aufgeführt waren, mit 5%, des 
Wertes besteuert. Von 79 besonders hervorgehobenen Artikeln wurde 
die Hälfte nach dem Werte, und zwar von 71 bis 15%, belastet. 
Alexander Von nachhaltiger Bedeutung wurde das Auftreten Alexander 
Tamilton. Hamiltons, der in seinem berühmten Berichte die Notwendigkeit 
eines systematischen Schutzzollsystems für die Ver. Staaten ausein- 
andersetzte, um das Land namentlich vor dem Drucke englischer Kon- 
kurrenz zu bewahren, und seine Anschauungen sind, wenn auch mit 
Modifikationen in der Hauptsache bis zur Gegenwart massgebend ge- 
wesen. Nach seinen Vorschlägen wurde der Tarif von 1792 aufgestellt, 
in dem 185 Artikel aufgeführt waren, 25 davon blieben zollfrei, 58 
wurden mit spezifischen, 102 mit Wertzöllen belegt, von denen die 
meisten 10%, eine Anzahl 15, einzelne 40%, zu tragen hatten. Das 
Rohmaterial war im allgemeinen freigelassen oder mit niedrigen Schutz- 
zöllen belegt, Die Hauptlast hatten die Fabrikate zu tragen. Unter 
diesem Tarifsatz, der in den folgenden 25 Jahren keine prinzipielle 
Aenderung erfuhr, hob sich die amerikanische Industrie in ausserordent- 
licher. Weise, sobald der Frieden erlangt war. Die Vertreter der 
massenhaft aufgetauchten Fabriken drängten aber auf einen Wwirk- 
sameren Schutz hin, und die Tariffrage wurde mehr und mehr zu einer 
politischen Parteifrage, In dem Tarif von 1816 erlangten die Ver- 
treter des Schutzzolles das Uebergewicht und erhöhten die Tarifsätze 
für eine grössere Zahl wichtiger Artikel auf 25 und 30 9%. Als Er- 
zänzung dazu wurde 1817 ein gesetzlicher Schutz für die Schifffahrt 
ausgesprochen, in welchem nach englischem Vorgange fremde Waren 
nur auf Schiffen der Ver. Staaten oder des Produktionslandes resp. 
des Landes der ersten Einschiffung gestattet sein sollte. 
Im Jahre 1831 setzte Henry K. Clay die ausdrückliche Aner- 
kennung des schutzzöllnerischen Prinzips im Kongresse durch, nach 
welchem diejenigen Artikel, welche im Inlaude nicht produziert wurden, 
von den Zöllen befreit wurden, während die übrigen einen um so ener- 
gischeren Schutzzoll erhielten. Aber man hatte den Bogen überspannt. 
1832 unterlag bei der Präsidentenwahl Henry Clay dem Freihändler 
Andrew Jackson, und um den Schutz nicht ganz zu verlieren, brachte 
Henry Clay einen Kompromissvorschlag ein, nach welchem der Tarif 
2? Jahre unverändert bleiben, dann aber allmählich herabgesetzt 
werden sollte, bis der Normalsatz von 20 °% des Wertes erreicht wäre. 
[m Jahre 1842 wusste die schutzzöllnerische Partei auf Umwegen, 
namentlich durch Einführung von spezifischen und Differenzialzöllen, 
vesonders für Eisen einen höheren Schutz zu erlangen, der aber erbeb- 
liche Opposition hervorrief. Im Jahre 1845 stellte R. I. V. Walker 
als Secretary of the Treasury ein neues Programm auf, welches dem 
{rüheren von Alexander Hamilton an die Seite gestellt zu werden 
pflegt, in welchem er insbesondere die finanzielle Seite in höherem Mass 
in den Vordergrund schob. Unter seinen Auspizien kam der Tarif von 
Henry Clav 
Walker.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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