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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

L3 
Hälfte des 19. Jahrhunderts ist dann auch da, wo man die Einteilung 
des Landes in drei Felder aufrecht erhalten hatte, die Brache immer 
mehr zur Pflanzentragung herangezogen, ja vielfach völlig absorbiert 
worden. 
In dem grössten Teile von Deutschland hat die Dreifelderwirt- 
schaft mehr als ein halbes Jahrtausend geherrscht. Dass der früher 
erwähnte Satz von Tacitus auf die Dreifelderwirtschaft zu deuten sei, 
wie man eine lange Zeit angenommen hatte, ist schon von Roscher 
und Hanssen widerlegt. Aber sicher ist, dass dieselbe schon zur 
Zeit Karls des Grossen bekannt war, denn dieser Herrscher bestimmte 
in seinen Kapitularien ausdrücklich für die Domänen die Anwendung 
der Dreifelderwirtschaft, die sich dann mehr und mehr einbürgerte. 
Sie ist dann, wie bereits angedeutet, in Deutschland in dem letzten 
Jahrhundert allmählich aufgegeben, ist jedoch noch heutigen Tages in 
bäuerlichen Distrikten nachweisbar, wenn auch unter Beseitigung oder 
doch starker Verminderung der Brache. 
Das Dreifeldersystem setzt im grossen Ganzen voraus, dass 
ausser dem Acker noch Wiesen und Weiden vorhanden sind, auf 
welchen im Sommer das Vieh seine Nahrung finden kann, weil bei 
ausgedehnter Brache und überwiegendem Getreidebau, wie dies das 
Wirtschaftssystem in sich schliesst, von dem Acker nur wenig Vieh 
und in unregelmässiger Weise ernährt werden kann. Wo es daher an 
den nötigen Wiesen fehlt, kann das Vieh im Winter nur durch- 
gehungert werden, und Albrecht Thaer berichtet, dass Ende des 
18. und noch im Beginne des 19. Jahrhunderts in vielen Wirtschaften 
and ganzen Gegenden Deutschlands das Vieh sich aus diesem Grunde 
im dürftigsten Zustande befand und im Frühjahr oft so entkräftet 
war, dass es kaum auf die Weide zu gehen imstande war. In Folge 
dessen ist bei der Dreifelderwirtschaft im allgenıeinen, wo nicht er- 
gänzende Wiesen vorhanılen sind, die Nutzung aus dem Viehstande 
eine unvollkommene. Es überwiegt deshalb bei derselben die Getreide- 
nahrung. Die finanzielle Ausbeute beruht gleichfalls in der Haupt- 
sache auf dem Getreide, es gelangen ausserdem zum Verkauf haupt- 
sächlich mageres Vieh, Wolle, Felle ete, 
Eine weitere Eigentümlichkeit dieses Systems ist die verhältnis- 
mässig kärgliche Düngung, die durch den Verwitterungsprozess in der 
Brachzeit ergänzt werden muss. Zugleich findet Ersparnis an Arbeits- 
<raft statt, weil nur ein Teil des Landes besäet wird. 
Fruchtwechsel, 3. Der Uebergang zu einem intensiveren Betrieb findet durch 
die Einführung der Fruchtwechselwirtschaft statt, die sich in 
England während des 18. Jahrhunderts neben der noch zu besprechen- 
den Feldgraswirtschaft ausbildete. Sie ist in Deutschland durch 
Albrecht Thaer Anfang des letzten Jahrhunderts zur Kenntnis der 
Landwirte gebracht und dann zuerst auf den grossen Gütern, allmählich 
auch bei den Bauern, eingeführt. Sie besteht darin, dass neben dem 
Getreide vor allem Hackfrüchte und Futtergewächse regelmässig; ange- 
baut und in einen bestimmten Turnus zu jenem gebracht werden, Wie 
es der Name besagt, wechseln die verschiedenen Früchte auf demselben 
Felde in bestimmter Weise, wie es die Bodenbeschaffenheit und die 
Natur der Pflanzen bedingen, um möglichst hohe Ernten zu erzielen, 
Hierbei sind die physikalischen und chemischen Kigenschaften des
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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