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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

359 
nicht, eine überwiegende Rolle, Dass ihre Beseitigung oder Zurück- 
drängung die Verallgemeinerung der Handelsverträge erleichtern würde, 
dürfte kaum zu bestreiten sein. 
Hiermit hängt die zweite Frage der Minimal- und Maximal- Minimal- und 
tarife gegenüber dem einheitlichen Tarif zusammen, Hierbei bindet Maximaltarif, 
sich das betreffende Land selbst durch Gesetz, wonach es gewisser- 
massen als Normaltarif einen Maximalzoll einstellt, den es im all- 
gemeinen erhebt, während dem gegenüber durch Vertrag mit anderen 
Ländern Ermässigungen zugestanden werden, aber nur innerhalb der 
Grenzen bis zu einem Minimalsatz, unter welchem Zugeständnisse nicht 
gemacht werden dürfen, weil er von der Landesvertretung und der 
Regierung als die äusserste Grenze angesehen wird, unter welche Kon- 
zessionen, ohne Schaden für das Land, nicht gemacht werden dürfen, 
In der Regel liegt darin eine Vergewaltigung der Regierung durch eine 
bestimmte herrschende Partei, die ihre Interessen fest zu sichern trachtet 
gegenüber dem Druck, den die hohe Politik mitunter ausübt, um die 
Regierung zu besonderem Entgegenkommen zu bewegen. Da es nun 
ungemein schwer ist, das Verhalten der anderen Regierungen und da- 
mit das Erreichbare richtig zu beurteilen, ist es höchst bedenklich für 
die Regierung, sich vor Beginn der Verhandlungen die Hände in solcher 
Weise binden zu lassen, wo freie Bewegung für sie besonders wichtig ist. 
Nach allem wird man sagen müssen, dass der selbständige freie 
oder autonome Tarif, durch welchen sich das Land freie Hand wahrt, 
den Konjunkturen entsprechend Veränderungen vorzunehmen, wohl aus- 
nahmsweise seine Berechtigung hat, so lange man nicht völlig klar 
sieht, wie sich die Verhältnisse entwickeln werden und man im Mo- 
mente nicht genügende Konzessionen erlangen kann, dass aber bei 
einigermassen normalen Verhältnissen Stabilität für Handel und Indu- 
strie durch längere Handelsverträge zu erstreben ist. 
Bei dem autonomen Tarif haben einzelne Länder wohl zu Dif- 
ferenzialzöllen gegriffen, die dann zu Kampfzöllen verwertet werden 
konnten. Das sind Zuschlagszölle (Surtaxes) für solche Länder, die 
sich nicht gefügig zeigen, oder Zuschläge für bestimmte Kategorien 
von Waren, die unter besonderen Bedingungen dem Lande zugeführt 
werden. Sie spielten in früheren Zeiten, namentlich in England eine 
grosse Rolle, sind dort aber längst beseitigt, während Frankreich 
noch in den „surtaxes d’entrepot“, das sind Zuschläge auf alle Waren, 
die nicht über französiche Häfen in das Land gelangen, Differenzial- 
zölle besitzt. Aehnliche Bestimmungen enthält, der amerikanische Tarif 
von 1897, 
Auf eine besondere Art des Zolles müssen wir noch eingehen, 
welcher bei dem Getreide seit langer Zeit Jahrzehnte hindurch in 
Frankreich wie auch in England zur Anwendung gekommen ist und 
neuerdings in Deutschland viele Befürworter (Kühn, v. d. Goltz) ge- 
funden hat, das ist die gleitende Zollskala, die sich nach der Höhe 
der Preise richtet. 
Es hat im ersten Momente etwas sehr Bestechendes, bei einem 
sinkenden Preise den Zoll steigen, bei einem höheren ihn sinken zu 
lassen, um dadurch auf eine grössere Gleichmässigkeit des Preises hin- 
zuwirken. Indessen hat die Erfahrung, vor allem in England, gezeigt, 
dass dieser Zweck dadurch nicht erreicht wird. Die dJahresdurch- 
Zollskala,
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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