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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 467 — 
Darwin führt in seinem Werke des Näheren aus und belegt dies 
mit einer Menge von Beispielen, wie die Pflanzen stets eine grosse 
Zahl von Samenkörnern liefern, die ausgerüstet mit Keimkraft auf den 
Boden gestreut werden, um überall dort Wurzel zu fassen und zu 
wachsen, wo der Boden dafür geeignet ist. Aber nur ein kleiner Teil 
derselben vermag die nötigen Bedingungen zu finden; bei weitem der 
grösste Teil geht zu Grunde, vertrocknet oder dient zur tierischen oder 
menschlichen Nahrung und gelangt nicht zur Entwicklung. Durch die 
grosse Menge des Samens ist aber für jede Pflanze die Möglichkeit 
gegeben, sich in kurzer Zeit gewaltig zu verbreiten, wo irgend die 
Grundlagen des Gedeihens geboten sind. So zeigte es sich, dass 
Pflanzen, die in Amerika ganz unbekannt gewesen waren, wie die 
Distel in Brasilien, in Dakota, bald Quadratmeilen überwucherten, nach- 
dem einzelne Samenkörner zufällig durch Einwanderer hereingebracht 
waren. Ganz dasselbe ist von den Tieren zu sagen, die gleichfalls die 
natürliche Fähigkeit besitzen, ihre Art in rapider Weise zu vermehren. 
Der Hausen liefert im Jahre Hunderttausende, wo nicht Millionen von 
Biern, welche Lebensfähigkeit besitzen, sobald sie in ihr Lebenselement 
zelangen und befruchtet werden. Ein Kaninchenpaar kann in wenig 
Jahren tausende von Nachkömmlingen haben. Auch die sich am lang- 
samsten vermehrenden "Tiere, wie Elefanten, Löwen etc. vermögen 
im Durchschnitte jährlich mehr wie zwei lebensfähige Junge zu liefern und 
damit ihre Art zu vermehren. Auch diese Nachkommen sind er- 
wachsen mit derselben Fähigkeit ausgerüstet, und so liegt für sie 
die Möglichkeit vor, in progressiver Weise eine Zunahme zu bewirken, 
so dass ihre Zahl unter günstigen Bedingungen in leicht zu berechnen- 
derEntwicklung von Jahren derartig angewachsen wäre, dass sie nicht einmal 
Platz auf der Erde haben würden, um neben einander zu stehen, ge- 
schweige denn sich darauf zu ernähren und zu gedeihen. Die Folge 
dieser natürlichen Fähigkeit ist, dass die Pflanzen wie die Tiere sich 
den Platz und die Nahrungsmittel streitig machen, die sie gebrauchen, 
um zu wachsen und sich weiter zu entwickeln, m. a. W. es entspinnt 
sich deshalb ein allgemeiner Kampf um das Dasein. Die Distel 
überwucherte auf den Prärien die dort vorgefundenen Gräser und war 
imstande, sie in ausgedehntem Masse zu unterdrücken und Terrain zu 
arobern. Sie zeigte sich als die stärkere; dann aber traten bei der Fülle 
des ausgestreuten Samens die einzelnen Distelpflanzen mit einander in 
Kampf, da unmöglich alle die aufgekeimten Pflanzen sich neben- 
anander entwickeln konnten. Auch hier wurde die schwächere Pflanze 
verdrängt, die stärkere dagegen wuchs heran, lieferte Samen und 
pflanzte ihre Art fort. Auch ihrer Ausbreitung aber ist nur dadurch 
eine Grenze zu setzen, dass ihr andere, kräftigere Pflanzen gegenüber- 
stehen, die sie nicht zu überwältigen und zu verdrängen vermag. 
Dieselbe Erscheinung tritt uns bei den Tieren entgegen. Die neue 
Welt kannte weder Pferde noch Sperlinge, sie wurden erst von Europa 
‚mportiert. Sich selbst überlassen bildeten die Pferde in den Prärien 
9ald gewaltige Herden. Sie lieferten aber reichliche Nahrung für die 
Raubtiere, die sich deshalb schneller vermehrten, den Pferden energisch 
nachstellten und ihre. Zahl einschränkten. Die Sperlinge wurden in 
Australien zuerst als ein Segen und als bestes Mittel zur Vernichtung 
ler schädlichen Insekten gepriesen: aber nach wenig Jahren waren sie 
9A* 
Kampf um 
das Dasein 
7ei Pflanzen. 
Kampf um 
las Dasein 
bei Tieren.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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