Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

. 472 
jetziger Mei- Die Gegner des Malthus behaupten, es sei mit den modernen Mitteln 
oungsgegen- stets möglich, auch den bedeutendsten Nachwuchs angemessen zu verwerten 
salz und zu unterhalten, sobald nur der menschliche Wille und die Vernunft 
genügend herangezogen werden, Nicht die zu grosse Zahl von Menschen, 
sondern die Unzulänglichkeit der menschlichen Einrichtungen lasse es 
zeitweise an der nötigen Beschäftigung und Nahrung fehlen. Sie 
weisen auf die ausgedehnten Flächen kulturfähigen Landes hin, das 
aur der Benutzung harre. Ausserdem wird vielfach angenommen, dass 
mit Entwicklung der Kultur von selbst eine grössere Enthaltsamkeit 
ınd Verminderung des Nachwuchses eintritt. Dass dies aber im rich- 
gen Momente zu erwarten steht, ist doch sehr zu bezweifeln. In 
Deutschland ist wenigstens von einer Verminderung der Geburten 
nichts zu bemerken, obwohl sich aus der zunehmenden Volksdichtigkeit 
unzweifelhaft bereits Schwierigkeiten ergeben. Auch von den An- 
hängern des Malthus wird die Möglichkeit nicht geleugnet, unter den 
zegenwärtigen Verhältnissen eine weit grössere Zahl von Menschen 
angemessen zu ernähren. Wenn der Bauer allgemein ebensogut wirt- 
zchaftete wie der benachbarte Gutsbesitzer, so würde sicher Deutschland 
‘mstande sein, auch ohne Import die heimische Bevölkerung mit dem 
aötigen Brotgetreide zu versorgen. Aber dazu gehört eine Hebung 
der Intelligenz des Bauern, wie sie bekanntermassen nur in Dezennien 
zu erreichen ist, Durch eine gleichmässigere Verteilung der Bevöl- 
zerung zwischen Stadt und Land würde unzweifelhaft die Zahl der 
Arbeitslosen bedeutend vermindert werden können. Wenn die Eltern 
des Bürgerstandes verständig genug wären, ihre Kinder mehr der In- 
Justrie als der Universität zuzuweisen, würde auch hier der Ueber- 
ichuss an akademisch Gebildeten zu beseitigen sein. Durch eine 
Aufteilung der grösseren Vermögen in kommunistischer Weise würde 
nomentan die untere Klasse etwas besser gestellt werden können. 
Aber all dieses lässt sich eben nicht willkürlich herbeiführen. Die 
nen Aenderungen würden in kurzer Zeit Rückschläge bedenklichster 
Art zur Folge haben oder unmittelbare Schädigungen nach anderer 
Richtung mit sich bringen; für andere sind Dezennien zur Dureh- 
Führung erforderlich, in denen die Bevölkerungszunahme wiederum neue 
and ungleich erheblichere Ansprüche an die Volkswirtschaft erhebt. 
Geradeso wie man bei der Frage des Volksmangels und der Uebervölke- 
rung allein von den vorliegenden Thatsachen auszugehen hat, nicht 
von Möglichkeiten und dem, was wünschenswert ist, so ist auch hier 
zu sagen, dass auf der vorliegenden Kulturstufe mit den gegebenen 
Mitteln im Moment nicht mehr zu erreichen ist, und durch die wirt- 
schaftlichen Verhältnisse thatsächlich ein Druck auf die Bevölkerungs- 
zunahme ausgeübt wird und die Wirkung desselben zu verfolgen ist. 
Wenn auch unter gewissen Verhältnissen bei einer sehr geringen 
Volksdichtigkeit und bei günstigen natürlichen und wirtschaftlichen 
Grundlagen eine Zunahme der Bevölkerung sehr wohl die Produktions- 
kraft der Gesamtheit und damit des Durchschnittes bei jedem Ein- 
zelnen in sehr bedeutendem Masse zu steigern vermag, so dass dadurch 
das Gegenteil von dem eintritt, was Malthus befürchtete, so hat 
dieses doch seine bestimmte Grenze, und unter unseren Verhältnissen 
ist die Erschwerung des Fortkommens z. B. in der gebildeten Klasse 
bereits deutlich zu konstatieren. Auf dem Lande ist es für einen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.