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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

488 
Sachsen- 
zängerei, 
deshalb auch noch auf grössere Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten 
zefasst sein. 
Diesem Zuzug zur städtischen Ansiedlung, der sich hauptsächlich 
in die Städte wendet, aber auch in Bergwerks- umd Industriedistrikte 
geht, steht mit anderen Wirkungen und anderer Bedeutung das Herum- 
ziehen der Arbeiter zur vorübergehenden Ausnutzung günstiger Arbeits- 
gelegenheit gegenüber. Es ist das die sogenannte Sachsengängerei, 
welche neuerdings auch internationalen Charakter annimmt. Aus Russ- 
land und Polen, neuerdings auch aus Ungarn und Galizien, kommen 
im Sommer ländliche Arbeiter herüber, wie für Kisenbahn-, nament- 
lich Tunnelbauten die Italiener, die zum Winter wieder in ihre Heimat 
gehen. Die Italiener dehnen dieses Wandern neuerdings sogar auf die 
überseeischen Länder, namentlich die Vereinigten Staaten von Nord- 
amerika aus, wo sie zum Sommer Arbeit suchen, um im Winter wieder 
nach Italien zurückzukehren. Der Zug geht aus mehr zurückgebliebenen 
Gegenden in solche, wo Arbeitermangel ist, und infolge einer intensiven 
Kultur höhere Löhne gezahlt werden können. In Deutschland ent- 
wickelte sich der Zug aus den östlichen Provinzen Preussens zuerst 
nach der Provinz Sachsen, wie überhaupt in die Rübenbaudistrikte, die 
zum Pflanzen und Hacken der Rüben, dann zur Ernte des Getreides, 
der Kartoffeln und Rüben, sowie zum KEinmieten der letzteren mehr 
Arbeitskräfte gebrauchen, als das Land aufzuweisen hat. Hieraus bildete 
sich allmählich eine Gewohnheit, und immer grössere Schaaren setzten 
sich so im Frühjahr in Bewegung, um erst im Herbst zurückzukehren. 
Eine lange Zeit wurden die anspruchslosen Leute in Massenquartieren 
äusserst dürftig untergebracht, es bildete sich eine wachsende Demora- 
lisation unter ihnen aus, Krankheiten brachen aus und die heimische 
Bevölkerung hatte in mannigfacher Weise darunter zu leiden. Ebenso 
<lagten die Arbeitgeber und namentlich die grösseren Grundbesitzer in 
den Gegenden der Auswanderung über Arbeitermangel, Erhöhung der 
Löhne und zunehmende Lebensansprüche der Arbeiterbevölkerung. Da- 
über werden aber die Vorteile dieser Bewegung doch zu sehr unter- 
schätzt. Der wirtschaftliche Vorteil jener Ausgleichung ist vielmehr 
ganz unverkennbar, In Mitteldeutschland konnte dadurch die durchaus 
zeitgemässe intensivere Bewirtschaftung ausgeführt werden, ohne eine 
übermässige Lohnsteigerung zur Folge zu haben. Im Osten dagegen 
sind durch diesen Anstoss endlich die Löhne in die Höhe gegangen, 
und die Bevölkerung hat sich zu einem menschenwürdigen Dasein, ja 
zu einem bisher unbekannten Wohlstande emporgearbeitet. Denn es 
werden bedeutende Summen fortdauernd in die Heimat geschickt, die 
Sachsengänger selbst sind zum‘ grössten Teile Angehörige der Bauern 
und Käthner in den Bauerndörfern ; sie rekrutieren sich Weniger aus 
den Tagelöhnern der Güter, die in einem viel höheren Masse dauernd 
an die Gegend gebunden sind als jene. Für die Wandernden selbst 
wird aber in der neueren Zeit infolge der Kontrolle durch die Behörden 
in weit besserer Weise gesorgt als früher, so dass auch die sie be- 
treffenden Uebelstände nicht mehr in solcher Weise ins Gewicht fallen 
wie bisher. Gleichwohl wird es als bedenklich angesehen werden 
müssen, wenn die Bevölkerung. sich an ein unstetes Leben gewöhnt 
und mehr und mehr einen stehenden, festen Aufenthaltsort verliert.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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