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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

51 
Sächlich beseitigt war, was dann unter Karl II. noch staatliche 
Sanktion erhielt. Ausgenommen davon waren die Copyholdteniers, die 
Man nach unseren Begriffen vielleicht am besten als eine Art Erb- 
Pächter bezeichnet, die nicht nur gewisse Abgaben, sondern auch be- 
Stimmte: Dienste zu leisten hatten, wie sie sich bis in das letzte Jahrhun- 
dert hinein erhalten hatten. Aber ihre Zahl war gering, wie ihre Ver- 
Pflichtungen. Der sonstige Unterschied, der sich in England in den 
ländlichen Verhältnissen entwickelte, bestand darin, dass sich immer 
Mehr die Verpachtung in wohlarrondierten Farmen. herausbildete, 
nachdem von der ausgedehnten Grundaristokratie allmählich der grösste 
Theil des Landes occupiert war. Dies vollzog sich ohne das Ein- 
zreifen des Staates, ohne besondere Separation nnd Gemeinheitsteilung. 
8 14. 
Gemeinheitsteilung. 
Dr Georg Hanssen, Aufhebung der Leibeigenschaaft und die Umgestaltung der 
Sutsherrlich-bäuerlichen Verhältnisse in Schleswig-Holstein. Petersburg 1861. 
4, Judeich, Die Grundentlastung in Deutschland, Leipzig 1863. . 
Schneider, Die Landeskulturgesetzgebung des preuss, Staates. Berlin 1882. 
9 Art. Allmenden , Gemeinheitsteilung im H.W.B. der Staatswissenschaften 
» Aufl. Jena 1898 
Wir sahen, dass sogenannte Gemeinheiten sich aus den altenDie Arten des 
Ansiedlungsverhältnissen heraus entwickelt hatten, die sich bis in die Gemeinde- 
Neuere Zeit hin zu erhalten vermochten. Sie haben einen sehr ver- Dbesitzes. 
Schiedenen Charakter. Einmal enthalten sie gegenseitige Berechtigungen 
der Bauern, z. B. an Weide, Waldnutzung auf gutsherrlichem Lande, 
dann unter einander durch den Flurzwang geregelt auf den ursprüng- 
lich gemeinsamen Gewannen, dann auf den Stücken der einzelnen 
Grundbesitzer in der Gemenglage. Diese sind es besonders, wie wir 
Sahen, welche eine schädliche Wirkung ausübten, und deren Beseitigung 
von den Regierungen schon während des ganzen 18. Jahrhunderts mehr 
Oder weniger entschieden angestrebt wurde. Hierher gehört aber auch 
“ne andere Art der Gemeinheiten, das ist der gemeinsame Besitz von 
Ländereien durch die Gemeindemitglieder, welcher sich gleichfalls aus 
alter Zeit her erhalten, aber in der Art des Besitzes und der Benutz- 
ANZ wesentliche Modifikationen erfahren hat. Ursprünglich war dieses 
Gemeindeland Zubehör zu dem Acker, und der Inhaber einer Hufe 
hatte ein gleiches Anrecht an der Nutzung des Gemeindelandes. Es 
War der Besitz der Wirtschaftsgemeinde, die auch zugleich die poli- 
üsche Gemeinde repräsentierte. Unter der Ausbildung des Privat- 
gentums Änderten sich diese Verhältnisse, und der Rechtszustand 
nahm eine sehr verschiedene Gestalt an. Bald behielt dieser Besitz 
den Ursprünglichen Charakter und daher auch den alten Namen der 
Allmende, Es war Gemeindeland, an welchem den Gemeindemitglie- 
dern ein privatrechtliches Nutzungsrecht zugehörte, und erstreckte sich 
auf Wald, Wiese, Ackerland ete. Der Wald wurde wohl allgemein im 
Interesse der Gesamtheit als Ganzes bewirtschaftet, und der Ertrag, sei 
6S in Natura, sei es später in Geld, geteilt, die Wiesen teils den Ein- 
Zelnen Zur selbständigen Nutzung unter zeitweise neuer Aufteilung zu- 
Sewiesen. während die Weiden durch Beschickung mit Vieh gemein- 
A
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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