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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

58 — 
durchzuführen. Landwirte wurden hinzugezogen und das Gericht sollte 
!n Streitigen Fällen über Besitz- und Anteilsrechte entscheiden. Hutung 
auf fremdem Grunde sollte möglichst durch Land entschädigt werden. 
Hierbei wurde vorausgesetzt, dass zugleich die Gemenglage beseitigt 
werden konnte und daher eine völlige Neueinteilung des Landes vor- 
S°hommen werden müsste. Jedes Grundstück sollte möglichst wohl 
Arrondiert werden, die kleineren Leute in der nächsten Nähe des Dor- 
fes, die grösseren entfernter ihr Land erhalten. Für Reclamationen 
wurden drei Instanzen geschaffen. Aufteilungen von Hutungen wur- 
den infolgedessen schon im 18. Jahrhundert vielfach vorgenommen, 
Ackerteilungen aber seltener, da sich die Bauern energisch dagegen 
Sträubten. 
Eine neue durchgreifende Anregung von nachhaltiger Bedeutung 
gab die Gemeinheitsteilungsordnung vom 7.Juni 1821, welche haupt- 
Sächlich von Albrecht Thaer ausgearbeitet wurde. Der Hauptgesichts- 
punkt war, dass der ganze Schwerpunkt auf die Teilung der Gemein- 
heiten, also aller gemeinschaftlicher Grundstücke gelegt wurde, und 
die Um- und Zusammenlegung nur so weit vorgenommen werden durfte, 
als dieselben mit der gemeinsamen Nutzung in Zusammenhang standen, 
Die Zahl der ablösbaren Grundgerechtigkeiten wurde wesentlich erwei- 
tert, namentlich auf die Waldnutzung erstreckt, was durch Gesetz von 
1850 eine abermalige Erweiterung erfuhr. Nur diejenigen Nutzungen 
Wurden abgelöst, deren Aufhebung beantragt war, Eine Verordnung 
Yom 28, Juli 1838 forderte für die Umlegung die Zustimmung der Be- 
Sitzer des vierten Teiles des inbetracht kommenden Landes. Wo es 
N anderen Anhalten fehlte, wurde die Weidenutzung der letzten zehn 
Jahre zum Massstabe genommen. Die Deklaration vom 26. Februar 
1847 führte eine bedeutsame Wandlung in dem bisherigen Verfahren 
herbei, und verbot ausdrücklich die Aufteilung von Land, welches zur 
Bestreitung der Lasten und Ausgaben der Gemeinde bestimmt war, 
der den Gemeindemitgliedern auf Grund ihrer Mitgliedschaft zustand. 
In Hannover sind für das Herzogtum Lauenburg schon 1718 Hannöversche 
durch Verordnungen die Gemeinheitsteilungen in Gang gebracht und Gesetzgebung, 
Während des 18. Jahrhunderts auch durchgeführt worden. In dem 
Fürstentum Lüneburg wurde eine solche am 25. Juni 1802 erlassen, 
Die Gesetze von 1822 und 24 dehnten das Verfahren auf den gröss- 
ten Teil des übrigen Hannovers aus. In dieser Gesetzgebung wurde 
die Gemeinheitsteilung ganz selbständig behandelt, während das Gesetz 
Von 1842 auch die zwangsweise Umlegung von Grundstücken auf An- 
trag von zwei Dritteln der Grundbesitzer nach Fläche- und Steuer- 
kapital gestattete. Nach dem Gesetz von 1856 genügte die Hälfte. 
In Süddeutschland begann man gleichfalls Ende des 18. Jahr- Süddeutsche 
hunderts mit der Beseitigung der Gemeinheiten, wobei weit weniger Gesetzgebung, 
Äufteilungen vorkamen und überhaupt nur langsam vorgegangen wurde, 
In den dreissiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden 
dann die noch bestehenden Weide- und Forstservituten hauptsächlich 
durch Geldrenten abgelöst. en 
.. In Oesterreich wurden mit der Aufhebung des Unterthänig- Oesterreich. 
Keitsverhältnisses 1848 und 49 die Brach- und Stoppelweiderechte, An- Gesetzgebung, 
“Prüche auf Waldnutzung ete. auf dem grundherrlichen Territorium 
gleichfalls in Fortfall vebracht, in erweitertem Masse durch Patent von
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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